Pithus, ein Abgesandter einer Stadt, die von Monstern angegriffen wird, kommt zu Hercules und bittet ihn um Hilfe gegen die Kreaturen. Doch bevor Hercules, Pithus und sein Freund Iolaus in der besagten Stadt ankommen, werden sie von einer Horde Amazonen angegriffen. Die Männer werden gefangengenommen, denn Göttermutter Hera hat mal wieder ihre Hände im Spiel um das Schicksal von Zeus-Sohn Hercules.
Die Mär vom Amazonenheer ist der erste von fünf Herkules Fernsehabenteuern, die dann später den Weg zur Serie geebnet haben. Wer die Serie selbst mochte wird hier aber sofort heimisch fühlen. Stil und Rollenverteilung sind schon exakt hier vorhanden, Herkules der smarte Gottessohn und Iolaus als sein getreuer Sidekick, der hier kurz vor der Hochzeit steht und quasi sein letztes Abenteuer vor selbiger erleben möchte.
Hier ist ein Dorf in Not und bittet um Hilfe, da eine Bestie im Umland wütet. Komisch nur das nirgends Frauen im Dorf anwesend sind. Ich weiß jetzt nicht warum man zu Beginn so ein Bohai um die maskierten Angreifer gemacht wird. Jeder der 1 und 1 zusammen zählen kann, den Titel nicht vergessen hat und die weibliche Abwesenheit mit einkalkuliert weiß ohnehin schnell, wer sich denn hinter den "Bestien" verbirgt. Allerdings ist das noch der spannende Teil des Abenteuers, zumindest aber derjenige der noch vage mit dem Wort Action umschrieben werden kann. Amazonen und Duett Herculaus treffen aufeinander, balgen sich unblutig und man höre und staune Iolaus wird sauber erstochen und ist hinüber. Nanu.
Die zweite Halbzeit glänzt hingegen nur durch viel zu viele Dialoge, Anthony Quinn darf die Verschiedenen via Zeitzauber zurückholen und Herci führt mit der Amazonenobermutti gar uninteressante feministische Gespräche. Die Lösung des ganzen Dilemmas ist dann sogar völlig neben der Spur. "Seid nett zu- und redet miteinander", hätte auch von Konfuzius stammen können. Das ist wirklich ödes Gefasel und macht den sonst guten Mix aus Abenteuer, antiker Mystik, Buddy Humor und knapp bekleideten Damen zu einem echten Antiburner.
Zumindest sieht man hier schon Lucy Lawless, die ja später noch das Xena Spin-off anführt, wenn auch in einer anderen Rolle und auch die Landschaften Neuseelands können sich wie immer sehen lassen. Als Filmerlebnis ist der Streifen jedoch bestenfalls mittelmäßig.
5/10