Review

Die misslungene Hinrichtung an einem Frauenmörder endet in einem Blutbad, dessen Opfer in einem Massengrab im Hof des Gefängnisses kurzerhand verscharrt werden. 20 Jahre später ist dort ein Frauenknast am florieren, im Klartext heißt das nämlich: eine Reihe aufgebrezelter Damen in grellbunter, körperbetonter Kleidung geht ausgiebig duschen, vergnügt sich in übertriebenen Catfights, wie es sie nur in C-Movies gibt und mittendrin ist die Neue, Solitaire, die Einzelgängerin. Die wird in der ehemaligen Zelle des magiekundigen Mörders mit der blutigen Vergangenheit des Gemäuers konfrontiert, während die Leichen im Hof auch schon nach Blut gieren, ganz ungewollt, wie das immer so ist, soll das ganze Personal von damals noch einmal als Untote die Trakte bevölkern. Das klingt sicher reichlich durcheinander und ist es auch in der Umsetzung, die bereits nach wenigen Minuten grünes Licht für einen ausgemacht sinnentleerten Schundfilm gibt. Doch bevor es zur Zombieaction kommt, übt sich dieser, was Ausstattung sowie Darsteller angeht, offensichtlich billig abgedrehte Streifen in Übererfüllung der Nuditätenquote. Unsere Heldin erweist sich in den Rangkämpfen als eine Art weibliche "Story Of Ricky", nicht ganz so splatterig zwar, doch im zunehmenden Verlauf immer unglaublicher alles und jeden demolierend bis zu ausgedehnten Martial Art Einlagen. Passend dazu sieht Horrorikone Tony Todd mit Dreadlockperücke einfach wie ein Halloweenkasper mit angefeilten Zähnen aus, bestenfalls kann man auch seinen albernen Auftritten als Killer aus dem Jenseits einen gewollten Trashcharakter zusprechen. Bemüht um so allerlei Nebenkriegsschauplätze und ikonenhafte Namen wie Mysty Mundae, die schnell in der Versenkung verschwindet, oder halt Tony Todd, der mittlerweile für so allerlei Cameos und Gastauftritte in B-Movies herhalten muss, geht das nicht gerade mit Spannung einher. Dafür ist das Ergebnis als Partygurke ganz gut einstufbar, die nie so recht erkennen lässt, wohin die Reise geht. Dabei sollten die Gehirnzellen nach Möglichkeit schon im Vorfeld durch Alkholika beispielsweise abgetötet werden, um in den Genuss eines gewissen Unterhaltungswertes zu kommen. Empfindsame Gemüter und Hüter des guten Geschmacks könnten angesichts des hanebüchenen Sammelsuriums an Nonsens auf die Idee des Konsums harter Drogen kommen und sollten daher lieber einen anderen Film gucken, verpassen dann allerdings außer einer Menge Kunstblut den einen oder anderen Verweis des überwiegend weiblichen Casts auf den klassischen Women in Prison Film, falls denn das eine Auszeichnung ist. Neben dem notgeilen Stationsarzt Dr. Swan darf da auch die lesbische Aufseherin Elsa Thorn nicht fehlen, eine nette Referenz an Ilsa alias Dyanne Thorne. Anders gesagt ist "Shadow Dead Riot" ein mieses, kleines C-Movie, das in seiner trashigen Art unterhalten kann, Höhepunkte sind z.B. Einsätze eines immer wieder gern genommenen Zombiebabys, "Blutige Muttermilch Hinter Gefängnismauern" wäre ein denkbarer deutscher Titel. Da sind die bunten CGI-Innenansichten aus Körpern noch nicht mit inbegriffen.

Fazit: Women-in-Prison-Zombie-Crossover, welches sich zur Ehrenrettung für Trashfans zum Glück nicht ernst nimmt. Hoffentlich. 4,5/10 Punkten

Details
Ähnliche Filme