Shadow: Dead Riot
(Sunfilm/ Savoy Film)
Tony Todd (Candyman-Trilogie, Night of the Living Dead Remake, Minotaurus) ist ein unermüdlicher Genredarsteller und der Großmeister der Lässigkeit. Film für Film wird mit ihm gedreht, der eine besser, der andere schlechter, aber durch den immer beeindruckenden und coolen Darsteller trotzdem sehenswert.
Hier nun haben wir den Film Shadow: Dead Riot vorliegen, der, um es vorweg zu sagen, mit dem nötigen Humorverständnis ein absoluter Spaß ist! Die Crew hinter dem Film war es jedoch, die mich aufhorchen ließ. Regie führte Derek Wan, seines Zeichens Kameramann unter anderem von Jackie Chan und Tsui Hark, die Special FX wurden von Allan Cooke erstellt, der vorher für Resident Evil 2 und Land of the Dead verantwortlich war, und die Action Szenen lagen in den Händen von Tony Leung, der schon bei Bruce Lees Enter the Dragon seine Finger im Spiel hatte, und später auch für Jackie Chan arbeitete. Also eine brandheiße Mischung, die viel erhoffen ließ! Die Geschichte dreht sich um den Mörder Shadowman (Tony Todd), der vom Okkultismus fasziniert mehrere Menschen ermordete. Bei seiner Hinrichtung läuft schief, was schief gehen kann, so dass er letztendlich explodiert. Der nachfolgende blutige Aufstand der Gefangenen wird brutal niedergeschlagen. Zwei Jahrzehnte später ist in diesem Gebäude eine Besserungsanstalt für auffällige Frauen geworden, die rüden Methoden sind jedoch immer noch die selben. Hier werden dem geneigten Betrachter nun alle Klischees geboten, die das Genre des Frauenknastfilms zu bieten hat. Neben den obligatorischem Hierachiegerangel und den damit verbundenen Fights gibt es noch reichlich Möglichkeiten, dem Alltag unter der Dusche und den dort zelebrierten Riten beizuwohnen. Derek Wan gelingt hier das Kunststück, alte Klassiker zu zitieren und gleichzeitig zu parodieren. So heißt die Wächterin zum Beispiel Elsa Thorne, was eine Hommage an die alten Ilsa – Filme ist, und gleichzeitig deren damalige Darstellerin Dyanne Thorne hervorhebt. Als dann plötzlich auch noch der böse Geist vom alten Shadowman wieder aufersteht, und um sich eine hungrige Schar gieriger Zombies scharrt, ist das Chaos und beim Betrachter der Spaß perfekt.
Shadow: Dead Riot nimmt sich nicht ernst. Hier sieht man allen Darstellern den Spaß bei den Dreharbeiten förmlich ins Gesicht geschrieben, und dem Betrachter passiert ähnliches, wenn man die Freude hat, etwa einer Darstellerin wie der von mir geschätzten Misty Mundae bei ihrer Arbeit zuschauen zu können.
Wer bei einem Horrorfilm auch lachen kann, keine Angst vor der Vermengung von Genres hat, und Spaß dabei hat, Anspielungen auf andere Filme zu suchen, der ist bei Shadow: Dead Riot richtig aufgehoben. Der Titel „Zombies im Knast“ wäre eventuell passender gewesen, erinnert der Film doch streckenweise an das Finale des dritten Re-Animator, die Kampfszenen wissen zu überzeugen und der Goregehalt ist streckenweise enorm.
Somit ist Shadow: Dead Riot schon jetzt der ultimative Partyfilm!
CFS