Tja, es muss wohl einen Grund haben warum dieses Werk mit dem allseits beliebten Tony Todd (Candyman's Fluch) seit 3 Jahren in der Versenkung versteckt blieb.
Die anfängliche Geschichte um den Serienkiller Shadow (Todd) wirkt interessanter und effektvoller als der gesamte Rest des Films. Leider verliert sich "Shadow: Dead Riot" komplett in einem, sagen wir mal Knastfilm. Solitaire (Carla Greene, Inside Man) landet im Gefängnis. Schnell wird die toughe Schwarze von den Insassinnen skeptisch beäugt. Besonders das muskulöse Mannsweib Mondo (Tatianna Butler) hat es auf sie abgesehen. In mehr oder weniger spektakulären Faustkämpfen macht sich Solitaire einen Namen hinter den schwedischen Gardinen. In diesem Zeitraum hat man das Gefühl man ist in einem Ghetto-Van-Damme-Film gerutscht. Mit Horror hat das ganze nunmehr soviel zu tun wie die NPD mit den Grünen.
Nach reichlich Flachsinn und bescheuertsten Dialogen sowie den Standart Frauenknast Klischees, dauert es nicht mehr lange und der "Horror" kehrt zurück. Ein Baby soll hier eine gewichtige Rolle spielen, welches sicher durch "Braindead" inspiriert wurde. Nach ca. 65 Minunten Laufzeit beginnt dann der Schwachsinn hoch zehn, wo sich sicher Tony Todd selbst für schämen wird. Es wird nun geschnetzelt, gebissen, gestochen und gehauen was das Zelluloid hergibt. Eine kleine Zombiearmee darf das Prison besuchen und auch der feine Herr Shadow gibt sich 20 Jahre nach seiner Hinrichtung die Ehre zum blutigen Showdown.
Der Showdown ist dann so lächerlich, das man wirklich nur noch enttäuscht sein kann.
FAZIT:
"Shadow: Dead Riot" hätte ganz ordentlich werden können, hätte man Tony Todd wieder seine Paraderolle des Serienkillers zugestanden. Das alleine, und die dazugehörige Jagd nach ihm wäre ein anständiger, blutiger wie spannender Film geworden. So ist das ganze nur noch mit einem lächeln abzuhandeln. Blutig, Gorehaltig und mit Mr. Todd. Das reicht vielen wahrscheinlich um "Shadow: Dead Riot" zu feiern. Mir allerdings nicht!
2,5/10