Jeder kennt sie, jeder liebt sie: Die Ducktales! Tick, Trick und Track, die gemeinsam mit Onkel Dagobert und dem Bruchpiloten Quax viele lustige Abenteuer erleben, gehören zu den beliebtesten Zeichentrickserienhelden aller Zeiten. In "Jäger der verlorenen Lampe" erleben sie nun ihr erstes (und leider einziges) großes Leinwandabenteuer. Und auch das ist spannend und höchst amüsant geworden!
Bei "Ducktales - Der Film" hat man es geschafft einen "Film zur Serie" mal nicht wie eine überlange Serien-Episode aussehen zu lassen, sondern wie einen richtigen Film. Die Story ist gut und passt zu den Enten wie die Faust aufs Auge.
Geboten wird eine gute Mischung aus Abenteuer und Comedy. Die ersten Minuten, in denen Onkel Dagobert plus Sippschaft einen verschollenen Schatz aufspüren, erinnern wohl nicht ohne Grund an den berühmten Abenteurer mit der Peitsche. Fast könnten diese ersten Minuten schon als Hommage an das große Vorbild durchgehen.
Danach setzt man aber hauptsächlich auf den Spaß! Lampengeist Genie ist doch für einige Brüller zu haben, wenn er seinen Herren die Wünsche erfüllt. Und natürlich kann man auch an Tick, Trick und Track seine Freude haben. Die größten Lacher allerdings kann sich Haushaltsdame Frieda sichern. Durch ihre Schusseligkeit und bei ihrem Jagdtrieb auf alles was nicht ins Haus gehört (Baby-Elefanten, Ratten), kommt man aus dem Feiern nicht mehr heraus.
Zum Ende hin wird es dann noch einmal abenteuerlich, wenn nicht gar unheimlich. Wenn Bösewicht Merlock probiert mit Hilfe Genies an große Macht zu kommen, ist ein ganz leichter Gruselfaktor nicht zu übersehen. Und zum Schluss, wenn endlich wieder alles gut ist und Onkel Dagobert endlich wieder in seinem Geld baden kann, gibt es natürlich auch noch einmal einen guten Abschluss-Joke zu verzeichnen und man hat sich wirklich durchgehend gut unterhalten gefühlt!
Die Animationen des Films sind allesamt auf recht hohem Niveau, wobei sie aber natürlich nicht an die Qualität einer Animation aus z.Bsp. "Der König der Löwen" herankommt. Insgesamt ist das Ganze eher als bessere TV-Ware zu bezeichnen. Aber nun gut, mehr erwartet man hier eigentlich auch nicht unbedingt!
Die Synchro ist ebenfalls fein geraten, wobei die Figuren (fast) alle ihre Stimmen aus der Serie beibehalten haben. Nur Quax hat leider eine vollkommen andere, wesentlich unpassendere, Stimme erhalten. Das ist doch etwas Schade, weil man ja die alte Stimme doch gewöhnt ist. Aber nun gut!
Fazit: Turbulenter und sehr unterhaltsamer Disney-Streifen, mit vielen Abenteuern und noch mehr Spass. Gute Animationen und eine gelungene Synchro, geben einem das Gefühl für 71 Minuten mitten in Entenhausen zu sein. Ein großer Spass, nicht nur für Disney-Fans!
Wertung: 7/10