Teenie-Comedys und kein Ende. Wir kennen sie alle! Angefangen bei der wunderbar blödsinnigen "Eis am Stiel"-Reihe, über allerhand 80er-Jahre-Klamotten wie "Bachelor Party", zu "American Pie", "Tomcats", sowie den mehr unterirdischen deutschen Beispielen alla "Knallharte Jungs" und "Pura Vida Ibiza". Das Genre der Teenie-Sex-Klamotte ist heutzutage kaum noch wegzudenken und finanziell erfolgreicher den je. Und somit verwundert es nicht, dass da auch wirklich jedes Land ein Stück vom Kuchen abhaben will und seine eigenen Schmuddel-Filmchen produziert. Hier haben wir es nun mit Spanien und "Slam" zu tun, die hierzulande den Zusatz "Voll auf die Nüsse" gekriegt hat, obwohl er mit der Ben Stiller-Comedy "Dodgeball" nicht das Geringste zu tun hat. Herausgekommen ist dabei ein 100% typischer Vertreter dieses Genres, der aber maximal durch seine Deftigkeit etwas aus dem Einheitsbrei herausragt.
Storymäßig ist alles so gleichermaßen dämlich und dünn, wie man es schon von jeher kennt. In "Slam" geht es um zwei Jungs, Mitarbeiter des Magazins "Chill Out", die beim sogenannten "Cactus Festival" den legendären Sänger Slam interviewen wollen. Doch bis es soweit kommt, gibt es allerhand sexhungrige Mädchen zu befriedigen, böse Konkurrenten auszuschalten und aufgebrachte Väter zu beruhigen. Und das ist alles andere als einfach. Im Grunde ist die Story nur als Aufhänger, für eine Reihe allerhand dämlicher Sexwitzchen, zu sehen, die weder Tiefgang, noch Logik und Verstand zu bieten hat. Hier ist alles so innovationslos und typisch fürs Genre ausgefallen, dass man sich am liebsten gar nicht darauf konzentrieren sollte. Wie so oft reagiert hier nur die pure Unterhaltung und eben ein Sex-Witzchen nach dem anderen.
Und im Gegensatz zu den meisten Genre-Vertretern geht es hier auch wirklich deftig zur Sache. Die FSK 18-Freigabe kommt nicht von ungefähr und somit haben wir es hier u.a. mit Hühner-fickenden Strebern zu tun, die ihrer Lust nach Hühnerärschen (im wahrsten Sinne des Wortes) ganz ungeniert frönen. Dann gibt es das, schon aus "Super Süß und Super Sexy" bekannte, Problem, mit dem Schwanz-Piercing das sich mit dem Zungen-Piercing eines Mädchen verheddert, zu sehen und einen Kerl, der gleichmal seine ganzen Freunde vollwixt (ebenfalls im wahrsten Sinne des Wortes), wenn auch unbeabsichtigt. Dazu allerhand nacktes Fleisch, viel Sex und noch so einiges, was tief unter die Gürtellinie trifft. Freunde des versauten Bad Joke-Genres kommen jedenfalls auf ihre Kosten.
Wirkliche Brüller bleiben aber, trotz aller Derbheiten, eher aus. Manches hat man einfach schon zu oft gesehen und vieles wirkt in seiner Art und Weise einfach nur platt. Zumal es auf die Dauer auch einfach nur nervt, wenn sich wirklich jeder Witz nur um "das Eine" dreht. Zwar gab es auch schon bei "American Pie" viele derbe Witze, man denke nur an Stiflers Sperma-Bier-Drink, doch wenn man 90 Minuten nur so zugeballert wird, von einem platten Sex-Joke nach dem anderen, dann wird es eben doch schnell langweilig.
Zu den Darstellern sei gesagt, dass sie ihre Sache allesamt ebenfalls recht Genre-typisch absolvieren, sprich man kann ihnen allesamt eigentlich nicht wirklich was Gutes nachsagen, aber fürs Genre reicht es aus. Wirklich wiedersehen möchte man sie aber auch nicht mehr (auch wenn die Mädels allesamt doch recht lecker ausgefallen sind;)).
Fazit: Auch Spaniens Beitrag, zur nicht enden wollenden Teenie-Welle, entpuppt sich als durch und durch typisches Teenie-Sex-Projekt, das außer einer strohdoofen Story und platten Sex-Gags nicht viel zu bieten hat. Auch wenn hier alles etwas derber und schlüpfriger ausgefallen ist, als bei den, mitunter recht prüden, Produkten aus Amerika, so kann man die wirklichen Brüller doch an einer Hand abzählen und fühlt sich schon nach viel zu kurzer Zeit merklich stark gelangweilt. Wer von den aktuellen Teenie-Sex-Klamotten nicht genug bekommen kann und auf ferkelige Bad-Jokes am laufenden Band steht, der kann durchaus einen Blick riskieren. Doch wer wirklich was sexsistisches zu lachen haben will, ist mit "American Pie" oder "Eis am Stiel" wesentlich besser bedient!
Wertung: 4/10 Punkte