Los Angeles gleicht einem flammenden Inferno. Gewissenlose Brandstifter haben die City in ein loderndes Flammenmeer verwandelt. Angst und Schrecken beherrschen die Stadt. Jack Flinder und Art Cantrell, seit langem ein eingespieltes Team, werden von ihrem Captain Ben Durand mit den polizeilichen Ermittlungen beauftragt. Ein höllischer Job, denn die skrupellosen Drahtzieher der Verbrechen schrecken selbst vor Gewalt nicht zurück. Als Art heimtückisch ermordet wird, erkennt Jack, daß er alles auf eine Karte setzen muß, um den Hintermännern das Handwerk zu legen.
Wer schon immer wissen wollte, wie ein ideenloser Thriller aussieht, der mehr mit Klischees um sich schmeißt, als es manche Präsidenten von Fußballvereinen es je mit unversteuerten Geldern je tun könnten, der ist bei Flashfire an der richtigen Adresse. Es ist ja immer schon ein verdächtiges Zeichen, wenn das DVD Cover keine Stabangaben nennt, sondern nur die beiden bekanntesten Namen hinausposaunt. Spätestens aber als die Cops zum Einsatz düsen, die Polizeisirene schrillt, aber nirgendwo auf dem Privatwagen eine derartige montiert ist, stand fest die folgenden 90 Minuten werden kaum ein Highlight werden.
Aber hier werden dann brav sämtliche Stereotypen nach Checkliste abgearbeitet. Der Partner des Helden ist ebenso tot nach dem Satz "nur noch 11 Monate bis zur Pension", wie die Freundin der Zeugin nach dem Todesurteil "Keine Sorge, bei mir bist du in Sicherheit". Was fehlt noch? Liebesaffäre mit Mordzeugin ist da, Verräter in den eigenen Reihen ebenfalls, Streß mit Familie ist eh klar, edelmütige Rettung kleiner Kinder ist Bürgerpflicht etc. Es wird kaum etwas ausgelassen, was nicht in zahllosen anderen Filmen nicht schon zigfach durchgekaut wurde.
Das könnte man ja alles noch verzeihen, wenn denn wenigstens die Inszenierung und Tempo stimmen. Aber da sieht es auch dürftig aus. Generell sieht Flashfire überall billig aus. Die Zweikämpfe sind ebenso lustlos choreographiert wie die Shootouts. Keinerlei Dynamik und die Schüsse klingen mehr nach altersschwachen Chinaböllern. Selbst der kurze Showdown ist nur ein laues Lüftchen in der generellen Flaute, entweder gehört für so eine schwache Darstellung der Scripter oder der Regisseur (der sein Metier zumindest in den 70ern ja noch gut beherrschte) geohrbatscht, sicherheitshalber aber lieber gleich beide.
Am aufwendigsten dürften insgesamt noch die Darsteller gewesen sein. Carrie Ann Moss kannt vor ihrer Matrix Zeit noch niemand, sie ist entschuldigt (und mir gar nicht aufgallen). Billy Zane war zwar schon mit Erfahrungen ausgestattet, schafft aber nicht mehr als eine recht ausdruckslose Performance. Immerhin Louis Gossett Jr. vermag seine Routine einzubringen, mehr aber auch nicht. Aber warum sollte man sich für so eine Gurke thespisch verausgaben?
2,5/10