„Flashfire“ ist trotz der Besetzung mit den bekannten Nebendarstellern Billy Zane und Louis Gossett Jr. nur ein sehr mäßiger Krimi.
Jack Flinder (Billy Zane) ist Cop in L.A., doch er hat es nicht leicht. Nachdem er einen Kollegen durch seine Aussage in den Knast gebracht hat, wird er von seinen Kollegen geschnitten. Lediglich sein Partner Art Cantrell (Tom Mason) hält noch zu ihm, während ihm sein Chef Ben Durand (Louis Gossett Jr.) den Rücken deckt. Damit haben wir schon die übliche Sammlung von Klischeecharakteren, die man schon in zig anderen Copkrimis gesehen hat.
Jack und Art verfolgen einen notorischen Brandstifter, der sehr häufig zuschlägt. Jack kann ihn sogar auf frischer Tat stellen, da der Brandstifter einen kleinen Jungen auf ein brennendes Dach verfolgt, nachdem dieser ihn fotografiert. Doch der Brandstifter kann nach einem Handgemenge mit Art entkommen. Hier kann der Film eine Sequenz bieten, die dank des bedrohlich lodernden Feuers recht spannend ist.
Art ist zwar Familienvater, hat aber trotzdem ein Verhältnis mit Lisa Cates (Kristin Minter). Doch ein Stelldichein in trauter Zweisamkeit wird jäh unterbrochen: Zwei Killer stürmen herein, ermorden Art, während Lisa mit Mühe und Not entkommen und untertauchen kann. Jack ist am Boden zerstört, ermittelt aber auf eigene Faust in dem Mord, da die Kollegen seiner Ansicht nach zu schludrig vorgehen...
„Flashfire“ ist ein Standardkrimi nach Schema F, der absolut nichts Neues bietet. Die Handlung ließe sich auf rund 45 Minuten in normalem Erzähltempo zusammenfassen, doch „Flashfire“ lässt sich mit seinen ausgewalzten Szenen soviel Zeit, dass rund 90 Minuten draus werden. Besonders spannend ist das Ganze nicht, da man eh fast jede Wendung vorausahnt (lediglich eine Wendung gegen Ende überrascht, als die Identität des zweiten Verräters gelüftet wird). Die Subplots hat man auch schon irgendwo gesehen: Jacks Daddy ist Anwalt und würde seinen Sohn lieber in der Kanzlei, Cop und Zeugin verlieben sich natürlich ineinander usw.
Auch an Action kann der Film so gut wie gar nicht bieten: Die Szene in dem brennenden Haus zu Beginn sowie ein paar superkurze Schießereien. Doch auch mit mehr Action hätte man dieses verfahrene Stück Krimi wohl nicht vor der absoluten Belanglosigkeit bewahren können. Immerhin ist die Machart recht professionell, doch dies täuscht weder über die langweilige Story noch über die schwachen Dialoge hinweg.
Billy Zane und Louis Gossett Jr. machen ihre Sache halbwegs routiniert, hätten es aber an sich nicht nötig in so einem Langweiliger aufzutreten. Die Nebendarsteller sind allesamt ziemlich blass, auch wenn keiner absolut schlecht spielt.
So bleibt unterm Strich ein ganz schwacher Standardkrimi zum Vergessen mit lauer Story und miesen Dialogen.