Das Aus fürs "Star Wars"-Militärprogramm: Mr. President kürzt den Etat. Die Herren der Rüstungsindustrie sehen rot. Um Präsident Carlson zu entsorgen, heuern sie Terroristen an. Die wiederum holen Stuntman Nick dem Knast und erpressen ihn, als Fluchtfahrer mitzuwirken. Doch der dreht lieber sein eigenes Ding.
PM Entertainment ist eigentlich eine meiner Lieblings B-Movie Produktionamanufakturen, denn bei Pepin und Merhi weiß man eigentlich zuverlässig, was man bekommt. Zwar wird niemand deren Filme mit großem Blockbuster Kino verwechseln, aber es ist immer genug Budget zusammen, um es zumindest so ähnlich aussehen zu lassen. Stuntdriver aka executive Target paßt da ganz gut in die allgemeine Firmenpolitik, denn in Sachen Action werden wir wieder regelrecht verwöhnt.
Da ist es dann auch relativ wurscht, das die Story nicht mal als Hausmeister bei der Oscar Verleihung einen Job bekommen würde. Böse Jungs operieren von der Area 55 (offensichtlich vier Hausnummern weiter als das Roswell UFO lagert), wollen im Auftrag des US Militärs den Präsi entführen damit die Rüstungsausgaben wieder fließen und heuern dafür den Stuntman und Top Fahrer Nick an. Hört sich bescheuert an? Aber klar, interessiert aber nicht weiter, da auch nicht schlechter oder groß anders als die meisten Actioner.
Unfreiwillig lustig wirds nur dann, wenn die Bad Guys, bis auf den detaillierten Überblick über den Tresorraum, Pläne einer großen Bank im Intenet finden, oder deren Anführer die Overacting Maßstäbe nach oben definiert. Alles was rund um die Verfolgungsjagden passiert regt meist nur zum grinsen an, auch der bleihaltige Showdown am Ende ist überzogen bis es nicht mehr geht. Ok, die Bösen sind den Guten mindestens 8:1 überlegen, also definitiv kein gesteigerter Grund in Deckung zu gehen, oder?
Das große Pfund, das aber Stuntdriver über die B-Durchscnittware hebt sind die Aktionen und Jagden mit den Autos. Hier trägt der Film seinen Namen absolut zurecht, denn was hier an Exposionen und Blechschäden auf die Beine gestellt wird, hat schon beinahe Blues Brothers Dimensionen. Diese Schrottorgien sind lang, oft und, ohne Scherz, toll choreographiert und absolut sehenswert. Daher gibts von mir auch einen knappen Daumen nach oben, speziell PS-Junkies sollten hier mal reinlugen.
6/10