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  Kitano gilt als einer der einflussreichsten und besten Regisseure aus Asien. Es ist immer interessant wie man anhand von Erstlingsfilmen beobachten kann, wie ein Regisseur langsam seinen Stil findet.. Violent Cop ist noch eindeutig ein Frühwerk von Takeshi Kitano. Ein harter Cop Thriller mit allen Zutaten. Wie auch in späteren Filmen spielt Kitano einen Polizisten, der desillusioniert und abgeklärt durchs Leben wandelt. In den Kampfszenen spritzt  weniger Blut und  sie sind eindeutig noch nicht perfekt. Der subtile lakonische Stil , auch bei seinen Gewaltdarstellungen, von Kitano ist erst in einigen Szenen erkennbar. Für Kitano's Verhältnisse sind alle Beteiligten ziemlich geschwätzig. Handlungsstrang und die Figuren wirken nicht ganz ausgefeilt.  Takeshi's Bullen fehlt Melancholie und auch die Rolle der Schwester ist für den Besucher nicht ganz klar. Die Handlung selbst mit brutalen Polizisten und Selbstjustiz ist schon durch andere ähnliche Genrebeiträgen bekannt. Doch es gibt eine überraschende Schlusspointe. Bilder und Musik sind hervorragend aufeinander abgestimmt. Kitano's früher Film erscheint wie eine Routinearbeit, gelungen in Szene gesetzt. Der Regisseur zeigt schon langsam sein Können. Kitano's Meisterwerke und seine wirklich guten Filme sollen erst folgen.

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