Review

Wer bei "Violent Cop" an konventionelle Polizeifilme nach dem US-Muster der siebziger und achtziger Jahre denkt (Stichworte wie "Madigan", "Dirty Harry" oder Bronsons Ausflüge ins Genre der Cop-Movies), der wird eine Überraschung erleben. Ob positiv oder negativ, hängt von der Interpretation dieses höchst eigentümlichen und formal eigenwilligen Werkes ab. Bei mir überwog trotz zweifellos vorhandener filmkünstlerischer Ambitionen des Regisseurs der Negativeindruck. Die brutale Gewalt, mit der der Polizist vorgeht, wird in keiner Weise kritisch reflektiert, eher genüßlich zelebriert. Gegen Ende werden blutrünstige Szenen mehr und mehr zum reinen Selbstzweck, wie es im fernöstlichen Action-Kino der Moderne (A Better Tomorrow, Replacement Killer etc.) offenbar zum Standard-Repertoire gehört. Der Film entläßt den Zuschauer nach dem finalen Showdown mit einem Berg von Leichen und einem insgesamt eher schalen Nachgeschmack.
Bewertung: 5/10

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