Review

3 Jahre nach dem Erscheinen von Underworld wird der Krieg zwischen Vampiren und Lycanern nun fortgesetzt und auch dessen Ursprung enthüllt.
Für den geneigten Kinogänger stellt sich natürlich die Frage, kann der Titel halten was er verspricht? Erleben wir eine Evolution zu Teil 1?
Der 2003 erschienene Underworld konnte mit einer durchaus gelungenen Neuinterpretation des alten Vampir- und Werwolf - Themas überzeugen und schaffte sogar eine geschickte Verwebung beider Herkunft. Dabei wurden alte Ansätze fast gänzlich ignoriert und der Look modern, ganz im Sinne von Matrix mit langen Mänteln, Sonnenbrillen, Shoot -Outs und viel Bullet Time Effekten, angereichert.
Konnte man in der Fortsetzung nun mit Neuem punkten oder bleibt sie ein bloßer Epigon?
Inhalt: Selene, Vampir und gnadenlose Jägerin der Lycaner in Teil 1, befindet sich zusammen mit Michael Corvinus, dem Lycaner-Vampir Hybriden auf der Flucht vor beiden Spezies. Ihr Ziel ist es den jahrhundertelangen Krieg der beiden Rassen endlich zu beenden.
Nachdem 2 der 3 Vampirältesten getötet wurden, erwacht nun mit Marcus der Älteste und Mächtigste und macht sich auf die Jagd nach Selene und Michael. Die haben inzwischen verstanden, der Krieg kann nur durch die Bewältigung der Vergangenheit gelöst werden und so erfahren wir den Ursprung des Kampfes und beider Spezies genauer.
Der Urträger des Virus hieß Alexander Corvinus, ein direkter Vorfahre von Michael, der zur Zeit der Pest im europäischen Mittelalter lebte. Der Pestvirus mutierte in ihm und er wurde zum genetischen Stammvater von Vampiren und Lycanern, indem er das Virus auf seine beiden Söhne Marcus und William übertrug. Von dort an nahm die Geschichte ihren Lauf.
Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, nur das uns nach dem sehr offenen Ende wohl noch ein dritter Teil ins Haus steht.
Kritik: Fans des 1.Teils werden auch die Fortsetzung lieben, führt Regisseur Wiseman die Geschichte doch konsequent weiter und löst einige Fragen über die Geschichte des Krieges zur Zufriedenheit des Zuschauers schlüssig auf.
Die Besetzung ist komplett vorhanden, auch im letzten Teil bereits verstorbene Figuren wie der Vampirälteste Victor tauchen zumindest in den historischen Rückblicken wieder auf. Beckinsale und Speedman spielen ihre Rollen gewohnt souverän und liefern erneut eine überzeugende Leistung. Auch Tony Curran und vor allem Derek Jacobi als Alexander Corvinus können als neu hinzugekommene Figuren punkten.
Ähnlich wie in Teil 1 ist die Handlung in ständige Shoot Outs oder Kämpfe eingebettet, die dem Film einen hohen Actionanteil verleihen. Ist die Choreographie hier wirklich exzellent sind es vor allem die künstlich wirkenden, eintönigen Kulissen die der Atmosphäre des Films schaden. Ein höheres Budget wäre dem Film zu wünschen gewesen.
Der aus Teil 1 schon bekannte Heavy Metal Score untermalt stilvoll die Kampfszenen passt aber nicht so recht ins Mittelalter Ambiente.

Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, die Fans des 1. Teils in der Menge sehr zufriedenstellen wird, da sie die Geschichte konsequent fortsetzt. Kritikpunkte ist die etwas eintönige Machart und die billigen Kulissen.
Wer mehr auf den Vampitryp a la Rice steht sollte sich aber von dem Film fernhalten. Ihnen wird die Modernisierung nicht zusagen.

Details
Ähnliche Filme