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Nach dem Erfolg von "Underworld" war schnell klar das eine Fortsetzung her muss und nun ist es endlich soweit: "Underworld Evolution" stürmt die Kinosäle.

Die Story des Filmes setzt ein paar Stunden nach dem Ende von "Underworld" ein. Während Selene und Michael auf der Flucht sind, erwacht der älteste aller Vampire, Marcus, aus seinem Schlaf. Doch durch Werwolfblut ist Marcus mutiert und zu einem Hybriden mit riesigen Schwingen geworden. Marcus hat aber nur ein Ziel: Er will seinen eingesperrten Bruder William finden, den ersten aller Werwölfe. Einmal von ihm gebissen und zum Werwolf geworden, wird man nie wieder zu einem Menschen...

"Underworld" war für mich eines der großen Kinohighlights des Jahres 2003. Doch schafft es "Underworld Evolution" mit seinem Vorgänger mitzuhalten? Ja, er schafft es und nicht nur das: Er toppt Teil 1 um Längen! Größer. Schneller. Härter. Heißer.

Inhaltlich ist "Underworld Evolution" zwar nicht unbedingt der logischste Film. Aber optisch ist er, wie auch schon Teil 1, eine Wucht. Von den Sets über das Design bis hin zu den Fights und Effekten. Der Film rockt!

Gleich die mittelalterliche Anfangssequenz ist atemberaubend und zeigt einen unbarmherzigen Kampf zwischen den Vampiren und Lycanern. Dabei geht es wie auch im weiteren Verlauf des Filmes recht drastisch zu Sache. Denn "Underworld Evolution" dreht die Gewaltschraube mächtig nach oben. Die Shoot-Outs sind blutiger und auch in den Fights spritzt das Blut quer über die Leinwand. Da wird blutig in den Halsgebissen, Werwölfen die Kiefer auseinander gerissen und was am Ende mit Marcus passiert will ich hier mal nicht verraten. Die von Sony bestätigte Freigabe "ab 16" kann ich besten Willens nicht nachvollziehen, denn der Film ist für mich eigentlich ein klarer "KJ" Kandidat.

Hauptdarstellerin Kate Beckinsale ist einfach nur göttlich und sah in einem Film nie besser als hier aus. Einfach eine wunderschöne und talentierte Frau. Ihr männliches Gegenstück Scott Speedman macht sich auch verdammt gut in seiner Rolle und auch "Marcus" Tony Curran macht eine gute Figur. Auch gibt es ein Wiedersehen mit den im ersten Teil verstorbenen Bill Nighy (Viktor) und Zita Görög (Amelia). Zwar sieht man sie nur in der Anfangsszene, aber immerhin.

Was mich gefreut hat dass nicht alle Effekte aus dem Computer stammen und der eine oder andere Splattereffekt noch echte Handarbeit ist. So was ist ja bei den meisten Effektfilmen ja eher eine Seltenheit. Zwar merkt man bei einigen Effect-Shots das sie CGI-Gerendert sind, dies fällt aber nicht weiter ins Gewicht. Dennoch Top.

Regisseur Len Wisemann ist mit "Underworld Evolution" eine geniale Fortsetzung seines Debütfilmes gelungen und ich geh schon mal soweit um zu sagen, das er wohl neben "Hostel" der beste Film des Jahres ist. Jednefalls für mich. Volle Punktezahl. 10/10 Punkte

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