Review

Den ersten Underworld kenne ich nicht, aber EVOLUTION ist so nett, unmissverständlich klar zu machen, worum es da ging und geht. In der Unterwelt tobt Krieg zwischen Vampiren und Werwölfen. Die Vampirin Selena und der Hybride Micheal sind auf der Flucht, weil sie im letzten Film wohl irgendeinen Vamir-Guru eliminiert haben, der so richtig böse war. Währenddessen will der Vampir Marcus seinen Bruder, den Werwolf William, aus seinem Gefängnis befreien, damit die Beiden zusammen mit doppelter Stärke den Krieg für sich entscheiden können Dies wiederum wollen Selena und Micheal verhindern. Bis es so weit ist, verlieben sie sich aber erstmal ineinander.

Ja, die „Handlung“ ist wirklich so banal, wie im letzten Absatz beschrieben. Da der Film nicht viel zu erzählen hat, besteht er halt zu gut zwei Dritteln aus Action- und Effektszenen. Erstaunlich dabei ist, wie ernst UNDERWORLD EVOLUTION sich nimmt und mit wie wenig (Selbst)ironie er sein simples Geschichtchen ausbreitet, als handele es sich dabei um der Erzählkunst letzten Schluss. Noch erstaunlicher ist, dass der Film trotz seiner erzählerischen Schwächen und seiner stocksteifen Grundstimmung recht gut zu unterhalten weiß. Mir gefiel das düstere Ambiente, mir gefielen die ganzen Settings sowie die Ausstattung, mir gefielen die gut gemachten Actionszenen. Und komischerweise entwickelt die bierernst erzählte „Handlung“ mit der Zeit sogar einen ganz eigenen morbiden Charme. Gelangweilt habe ich mich nicht in diesem Film. Sehr nett fand ich auch, dass EVOLUTION einen ganz eigenen, nekrophilen Sex Appeal ausstrahlt. Wer kann schon widerstehen, wenn Kate Beckinsale im engen Lederoutfit zwei barbusige Vampir-Girlies vermöbelt?

7/10 Punkten (mit etwas Wohlwollen)

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