Man nehme eine sehr attraktive weibliche Schauspielerin, stecke sie in eine enge Lederkluft, würze etwas Vampire und Werwölfe dazu, überlegt sich eine nette Story sowie typische Gewaltszenen und schon hat man einen Film.
Das hat bei Underworld sehr gut funktioniert und er war für mich einer der Überraschungsfilme. Die Fortsetzung ist alles andere als überraschend, nicht einmal überragend oder sonderlich interessant. Beginnt der Film wirklich vielversprechend mit einer direkten Verknüpfung auf den Vorgänger, so schafft es das Sequel, in kürzester Zeit die Atmosphäre und offengebliebenen Fragen der Story zu vernichten. Vermischt mit netten Actionszenen, aber eben nur netten Szenen, driftet der Film mehr und mehr in die Ambivalenz.
Irgendwann habe ich mich später gefragt, wo denn die Story geblieben ist, und warum die Logik so abstrus sein muss. Das Finale ist meiner Meinung nach schwach und hat man schon viel zu oft gesehen. Die Idee mit dem Hubschrauber finde ich ja nett, wirkt aber total überdreht. Die Macher hatten wohl die Idee, irgendwas mit Hubschrauberrotoren zu machen (violence sells), und mussten dann das Finale irgendwie so hindrehen, dass plötzlich der Hubschrauber in das Schloss reinfällt. Naja...
Underworld evolution ist genau die Fortsetzung, die es nicht hätte sein sollen. Die Story ist schwach, visuell gibt es wenig beeindruckendes (außer vielleicht dem Anfang). Natürlich kann man von Underworld evolution keine vollkommen logische Story erwarten, aber selbst als Popcorn-Kino ist der Film einfach zu nervig. Ganz schwach.