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Ein Epos, sicher, und durchaus wuchtig. Das Ganze hat was von Michael Bays PEARL HARBOR, ist halt nur aus der "anderen Sichtweise" erzählt und für viel weniger Geld inszeniert. Einen TITANIC-Touch gibt es auch. Es wird erwartungsgemäß dick mit Pathos, Patriotismus, zackigem japanischem Gehorsam und überhöflicher Unterwürfigkeit aufgetragen. Später kippt die Stimmung noch aufgrund des Verlaufs des Pazifikkrieges. Die jungen Kadetten werden mit dem Flaggschiff auf eine aussichtslose Mission geschickt und im Zuge der sehr krassen Gefechte werden die Schiffswände mit ihrem Blut neu gestrichen. Doch bis dahin muss der Betrachter diverse süßliche Familien- und Liebesgeschichten am Rande über sich ergehen lassen, bei denen der Satz "Ich werde in Hiroshima auf dich warten." einen fiesen Beigeschmack bekommt. Überlang, kitschig und durch die Uniformen manchmal unübersichtlich.