Review


Inhalt:

China in einer früheren Epoche.
Chief Wan Gong Wu (Lee Pang-Fei) betreibt einen Sicherheits-Service für Transporte wertvoller Güter. Doch er ist schon alt und körperlich nicht mehr voll auf der Höhe. Für einen neuen Transport -es geht um kostbare Juwelen- heuert er dafür beim Kollegen Chief Fan Zhi Long (Yang Chih Ching) 3 Kämpfer an, die dem Transport zusätzlich sicheres Geleit verschaffen sollen.

Doch der Treck wird überfallen..., Tu Ba (Wong Hap aka Wang Hsieh), der für Fan Zhi Long arbeitet, ist dafür verantwortlich. Wan Gong Wu wurde wie seine Männer und die 3 Fan-Leute brutal getötet..., seinen Leichnam lässt man verschwinden. Es soll alles danach aussehen, als ob Wan Gong Wu und dessen Sohn Chao Fan (Chiu Hung), der als Constable für die Behörden arbeitet.., selbst den Treck überfallen hätten...!

Chao Fan ist somit ein Gesuchter..., denn es wird überall verbreitet, er sei verantwortlich für den Raub. 
Er will seine Unschuld beweisen..., und sucht Fan Zhi Long auf..., der eine blutjunge Frau -Chan Niang (Kong Ling)- hat. Es kommt zur Unterredung..., und Chao Fan soll in der Residenz von Fan Zhi übernachten. 
Nachts kommt es zum Aufruhr..., Fan Zhi wurde getötet! Und in seinem Leib steckt das Schwert von Chao Fan!
Diesem gelingt es zu entkommen.

Chao Fan ist ein Gejagter. Wird es ihm gelingen, seine Unschuld zu beweisen?
Ihm im Nacken sitzt Shiou Shiou (Li Ching), die Tochter des getöteten Fan Zhi..., die Gang die den Raubzug selbst durchführen wollte mit Han Chung (Chan Shen) an deren Spitze..., dann ist da noch "Cold-faced Swordsman" Hong Lieh (Shek Tien), der die Juwelen dem rechtmäßigen Besitzer wieder beschaffen will..., und es geht für Chao Fan auch gegen die Fan Zhi-Leute um Tu Ba.

Shiao Shiao läuft immerhin zu Chao Fan über..., als Chan Niang mit ihrem Geliebten, Zhao Jun (Tung Lam), und den Juwelen, die in der Fan-Residenz sind, türmen will...! 
Somit kann an der "offiziellen" Version der Geschichte etwas nicht stimmen.

Den beiden läuft Du Huai (Lee Man-Chow), einer der Kämpfer von Fan Zhi über den Weg..., sie stellen ihn, und es ergibt sich eine Spur...!
Schließlich entbrennt ein mörderischer Kampf um die Wahrheit und nicht zuletzt um die Juwelen..., es kommt zum Show-Down um Leben oder Tod.....


Fazit:

Ho Meng Hwa zählt zu den profilierten Regisseuren der Shaw Brothers..., was er mit dem von ihm im Jahre 1973 gedrehten, flott-spannenden Eastern-Actioner "Ambush" einmal mehr beweisen kann!
Im typischen Shaw-Stil..., in hell-klaren Bildern inmitten der Movie-Town des Labels, unter strahlend blauem Himmel, in dichter Eastern-Atmosphäre entstand ein kerniger KungFu/Swordplay-Actioner mit ansprechend-stringenter Storyline und mehr als solide-routinierten Darstellungen.

Der Handlungsbogen ist von Ho Meng Hwa dicht gestaltet..., spannend umgesetzt, und das Script wendungsreich konzipiert. Und es gelingt Ho Meng Hwa dies alles -auch durch sein fast überragendes Ensemble vor der Kamera- in geradezu zackiger Manier auf die Leinwand/den Bildschirm zu bringen.

Ein Mann ist der Gejagte..., er ist unschuldig, und will die wahren Täter entlarven und stellen. Ein durchaus gängiges Grundkonzept..., und durch etliche Wendungen angereichert..., mündet denn alles in die brutale Action am Ende. Zuvor geht es knapp 80 Minuten die Story-Achterbahn rauf und runter..., man fiebert mit dem Helden mit, um dessen Hals sich die Schlinge schier aussichtslos immer enger zu schnüren scheint. 
Das Ensemble agiert zudem spielfreudig..., die Figuren werden überzeugend verkörpert und die dynamische Action rockt. Fertig ist Ho´s Eastern-Mahl..., auf ansprechendem Niveau.

Chiu Hung ist hier der Gejagte..., der Held wider Willen. Er ist kein strahlender Supermann, sondern er arbeitet sich geradezu schweißtreibend und verbissen in sein Rollenbild rein. Das passt hier..., wie Arsch auf Eimer. Und diese Figur hat alsbald die Faxen dicke..., und es wird blutig.
Eine echte Klasse-Leistung zeigt Yang Chih Ching..., der den Villain hier perfekt verkörpert. Was der an eiskalter Skrupellosigkeit und dabei noch Coolness verströmt..., ist schon bemerkenswert, und von Yang Chih Ching mit all seiner Routine aus zahlreichen Eastern-Filmen dargestellt.

Wong Hap (aka Wang Hsieh), der Shaw-Haudegen agiert wie man ihn kennt. Auch er ist in "Skrupellos-Böse"-Rollen in seinem mimischen Element.
Ebenso Chan Shen und Tung Lam, der mit der überaus reizvollen, sehr attraktiven Kong Ling ins Bett steigen darf. Die hat als viel zu junge Ehegattin von Yang Chih Ching eine besondere Rolle inne..., die sie gar mit Bravour meistert. 
Es ist fast ein Sub-Plot in diesem Eastern..., ihre für sie unglückliche Ehe mit einem viel älteren Partner..., und sie will mit Geliebten und Juwelen stiften gehen. Eine der Nuancen in Ho´s Werk.

Li Ching, die "Baby-Queen"..., sie wirkt hingegen etwas verloren. Ihr Rollenbild ist zu sehr von Hilflosigkeit geprägt..., und so ist sie denn -obgleich damals zu den weiblichen SuperStars der Shaw Brothers zählend- hier irgendwie nur Staffage..., I am very sorry.

Wichtigstes einmal mehr, so auch hier..., die Fight-Action. Die zahlreichen Kämpfe sind furios-dynamisch choreographiert, sind hart und blutig.
Action-Choreograph Simon Chui..., gestaltete hier starke Action-Sequenzen, die Swordplay und KungFu gut durchmischen..., und vor allem das Finale an der Wind-Mühle ist absolut dramatisch umgesetzt. Toll!

"Ambush" ist ein gutklassiger, flüssig arrangierter WuXia-KungFu-Eastern..., einige "Ghost"-Elemente als Tung Lam und Kong Ling türmen wollten, sind da fast das einzige Manko, und dass der Streifen kurz vor dem Endfight etwas gehetzt wirkt.
Insgesamt aber kann "Ambush" den Fan des Genres überzeugen und gelungen unterhalten...!

8/10. 

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