Fast 3 Jahre hat es gedauert, bis John Gulagers feinherber Splatterspaß auch hierzulande herauskam und das über Senator, die uns den letzten Monaten und Jahren Perlen wie "Planet Terror", "Pan´s Labyrinth" oder "Der Nebel" herausgebracht haben. "Feast" mag zwar ein Rip Off von "From Dusk till Dawn" sein, entwickelt aber ein eigenen Szenario und der Plot geht eigene Wege, wenn ich überhaupt von einem Sprechen kann. Vielmehr geht es doch darum, wer von den Monstern auf irgendwelche Art und Weise gemetzelt wird oder wie die Monster gemeuchelt werden. Großer Pluspunkt sind die handgemachten Effekte und Stuntmänner in Kostümen. Das gibt dem herrlich trivialen Schlagabtausch zwischen Kneipenkundschaft und Matschmonstern, erst so richtig den nötigen Drive. Die Dialoge sind schön doof und auch die wild kopulierenden Monster sorgen für einige Lacher. So herrlich unbekümmert, waren in der letzten Zeit wenige Genrefilme. Vielmehr wollten sich die meisten nur an filmischen Foltereien und Blutereien gegenseitig übetrumpfen und der Folterboom hat auch im Low Budget bzw. Indie - Genre Einzug gehalten und selbst Slasherfilme müssen mit so etwas aufwarten. "Gutterballs" ein jüngeres Beispiel, soll Retro sein und selbstzweckhaft wurde alles zusammengeklebt, das man am Ende nur ein unnötiges Filmchen zu Gesicht bekommt. Der Film soll lustig sein, nun ja, ich ehrlich finde einen Killer der ein Pärchen beim Sex auf dem Klo meuchelt und Genitalien schnippelt, weder komisch sondern plump und plakativ. "Feast" mag zwar ohne seine blutigen Effekte auch nicht mehr sein, als ein Konstrukt aus alten Ideen, funktioniert aber gut , als klassischer Schlagabtausch mit Monstern und in dieser Hinsicht bringt er mehr als Funsplatter als ein Killer auf der Bowlingbahn der Leute killt. Der 2te Teil ist ja schon fertig und ich hoffe das sich der naive billige und charmante Stil weiterentwickelt. Für mich eine kleine, spaßige Perle.