Review

Herrlich, endlich wieder ein unterhaltsamer, auf Konventionen scheissender, kleiner Splatter'n'Slapstick Streifen, der uns einfach nur für 80 Minuten ein Grinsen in die Visage zaubern will (was ihm auch gelingt).
Große Story-Erklärungen spare ich mir an dieser Stelle, zumal der Film nur die nötigste Story aufbringt, um dann einfach Gas zu geben und Spaß zu machen! Es geht um die typische "Trapped in house and attacked by monsters"-Klamotte á la Ritter der Dämonen, Evil Dead und Konsorten. Hier allerdings noch eine Spur selbstironischer, respektloser und lustiger.
Der Film umgeht nämlich den Fehler vieler anderer Produktionen, welche ihre eigentliche Intention vertuschen. Hier gibts keine vorgeschobenen Storyelemente, keine abgedroschenen Werte oder erhobene Zeigefinger. Feast bringt den Zuschauer direkt auf Augenhöhe, den Level von: Hier geht jetzt gleich die Post ab und Du mußt Dir keine langweiligen Klischee-Elemente anschauen (zumindest keine ernst gemeinten).
Die Charaktere werden am Ort des Geschehens, heruntergekommene Kneipe, direkt eingeführt, und das kongenial mit eingeblendeten Texttafeln, welche gleich die Lebenserwartung des Protagonisten anzeigen, geil! Das ist einfach erfrischend anders, jeder weiß, worum es geht, und kann sich an witzigen bis schwachsinnigen Dialogen und günstig- aber gut realisiertem Gore erfreuen. Einziger Kritikpunkt bei den Splatterszenen: Sehr schnell geschnitten und mit wackeliger Kamera etwas verunstaltet. Wobei man sagen muß, daß durch den Humorgehalt des Films dem Gore eh etwas die Schärfe genommen wird.
Natürlich wird auch bei diesem Film zwischendurch ein Gang zurückgeschaltet, diese Verschnaufpausen werden jedoch gut gefüllt; mal mit A-Team mäßigen Verbarrikadierungs-Aktionen, mal mit humorvollen Szenen, die sehr von der Situationskomik leben.
Der Streifen nimmt sich nicht ernst und will nicht mehr sein als daß, was er ist, also good ol' Gore'n'Fun Entertainment - ein dicker Pluspunkt! Wo sonst gibts fickende Monster, explodierende, tote Weiber (die noch leben, hehe), Kotzorgien und Henry Rollins in rosa Strampelhose?
Der Streifen kommt natürlich nicht an Klassiker wie From dusk till dawn oder Braindead ran, auch wenn er einige Parallelen aufweist. Doch habe ich mich wirklich vorzüglich amüsiert und Feast hat seinen Zweck einfach 100% erfüllt: für 80 Minuten Spaß inne Backen!
Auch wenn der Streifen zum Großteil ein Klonprodukt ist und viel Schwachsinn gelabert wird, ganz klar 8/10.

MovieMadness

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