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Wir befinden uns in West Texas, in einer abgelegenen Bar. Dort tummeln sich die unterschiedlichsten Menschen, es scheint ein völlig normaler Abend zu werden. Doch plötzlich betritt ein Mann die Bar und erzählt etwas von Monstern, die hinter ihm her seien. Erst will ihm Niemand glauben, doch plötzlich wird die Bar von unheimlichen Kreaturen attackiert. Es gibt mehrere Tote, die restlichen Überlebenden verbarrikadieren sich in der Bar und suchen einen Ausweg. Doch jeder Fluchtversuch scheitert, die Monster wollen ihr Essen auf keinen Fall gehen lassen.

Den Hype um "Feast" kann ich leider nicht ganz begreifen, dementsprechend enttäuscht war ich nach der Sichtung. Zum Beispiel lässt man den Zuschauer mit vielen offenen Fragen zurück, was die Monster betrifft. Wo die Viecher herkommen, was sie sind und ob das Militär wieder seine Finger im Spiel hatte. Man erfährt gar nichts, auf der anderen Seite muss man sich somit nicht über eine klischeehafte Lösung ärgern. Gerade hinter den Kulissen tummelt sich viel Prominenz. Als ausführende Produzenten standen Ben Affleck, Matt Damon, Wes Craven, Chris Moore, sowie Bob und Harvey Weinstein Pate. Hoch war das Budget deswegen noch lange nicht, was man an einigen unglücklichen CGI-Effekten sieht. Auch bekommt man die Monster nie richtig zu Gesicht, doch das was man zu sehen bekommt sieht auch hübsch eklig aus.

Viele Monstereffekte sind auch handmade, natürlich hat man den Biestern riesen Zähne und lange Krallen verpasst und sie können sich innerhalb weniger Minuten fortpflanzen. Hier punktet der Humor, wenn die Monstermama ihr totes Baby frisst, um dann Sekunden später ein anderes auf die Welt zu bringen. Überhaupt nimmt sich "Feast" in keiner Szene ernst und kommt schnell zur Sache. Zu jeder Person werden humorvolle Texttafeln eingeblendet, eine gelungene Idee. Auch streiten sich die unterschiedlichen Charaktere ständig, was zu viel Situationskomik und Onliner führt.

Doch wo der Humor funktioniert, versagt die Spannung. "Feast" hat kaum gruselige Sequenzen auf der Habenseite, auch wenn die Morde immer sehr plötzlich passieren. Immerhin kristallisiert sich keine Heldenfigur heraus. Hier sterben auch sympatische Charaktere und welche, von denen man es nie gedacht hätte. In der Bar halten sich recht viele skurrile Typen auf, somit ist ein hoher Bodycount garantiert. Leider hat die ganze Sache einen Haken. Wer sich auf blutige Goreeffekte freut, wird zwar bedient, jedoch in einem Mordstempo, so dass man oft gar nichts mehr erkennen kann. Denn jedes Mal wenn die Monster ihre Attacke beginnen, dann fängt die Kamera an hektisch zu wackeln und die Schnitte werden immer schneller. Man muss sich wirklich Mühe geben, um dem Geschehen noch folgen zu können. So kommen einige blutige F/X gar nicht richtig zur Geltung. Und in "Feast" darf es ordentlich splattern. Da werden Augen herausgerissen, Köpfe abgerissen oder zerquetscht und Menschen bei lebendigem Leibe aufgefressen. Der Gorefan wird sich hier wohl fühlen.

Bei den Darstellern gibt es auch keinen Grund zur Klage, obwohl wir mit vielen unbekannten Mimen Vorlieb nehmen müssen. Schön auch Clu Gulager mal wieder in Aktion zu erleben, Anthony "Treach" Criss bleibt leider blass. Insgesamt ist die Riege locker im durchschnittlichen Bereich angesiedelt, Edelcast ist jedoch nicht vorhanden.

Humorvolle Schlachtplatte mit hohem Tempo. Das Blut fließt literweise, die Effekte sind passabel, auch die Darsteller machen ihre Sache gut. Jedoch wären ein paar Erklärungen angebracht gewesen und oft kann man wegen der wackligen Kamera und den schnellen Schnitten nicht alles erkennen. Trotzdem ein durchweg unterhaltsamer, altmodischer Monsterhorror, nicht spannend aber spassig.

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