Review
von Leimbacher-Mario
From Night Till Morning
Eine Bar. Viele verrückte Figuren. Und ein aggressives Monster, gegen das es sich zur Wehr zu setzen gilt. Mehr braucht und will „Feast“ nicht, eine Mischung aus „From Dusk Till Dawn“ und „The Monster“, aus „Night of the Living Dead“ und „A Quiet Place“, aus „Evil Dead“ und „Splinter“ - nur mit mehr Indieflair und „F*ckt euch alle!“-Attitüde. Das kann an einem späten Freitagabend nach einer anstrengenden Arbeitswoche zum Abschalten und Abgeiern (z.B. über Jenny Wade) genau das Passende sein. Paar Bier dabei und die Welt ist im Döschen. Null Anspruch, viel Action, null wirkliche Spannung, viel wirklicher Splatter.
„Feast“ ist manchmal etwas kindisch, unreif, hektisch und dumm - aber im besten Sinne der Worte. Und passt das nicht eh ziemlich gut zu einem Monsterfilm? Genau, ich finde schon. Klar muss man nicht unbedingt über einen abgeschlagenen Monsterpenis lachen - aber selbst wenn nicht, wird man mit „Feast“ eine Menge Spaß haben. Ein sau saftiger, straighter und dennoch genau richtig augenzwinkernder Kreaturenkracher nach dem „Zehn Männlein“-Prinzip. Kurz, knackig, kompakt. Genau richtig etwa für den letzten Tagesslot auf härteren Genrefestivals. Da schläft sicher keiner ein. Manche werden vielleicht das Kino kopfschüttelnd verlassen - aber die waren eh in der falschen Vorstellung. „Feast“ ist von seinen handgemachten Litern an Blut und Gedärmen bis zu den frechen und witzigen „Steckbriefen“ ein Leckerbissen stupidest-schönster Art. Kein Gamechanger - aber sehr solide!
Fazit: ein echter und saftiger Creature Feature-Rausschmeisser!