Es gibt Stars, die früher Erfolge feierten und jetzt nur noch Miemen in unbedeutenden Spielfilmen sind. Danny DeVito ist einer von ihnen. Auch wenn der großartige Schauspieler seiner Rolle mit seinem wunderbaren Mienenspiel immer gerecht wird, will der Rest nicht so recht klappen. So ist "Relativ Strangers" ein doch schon enttäuschender Film. Fast überraschender als die Tatsache, dass sich Danny DeVito für sowas hergibt, erstaunt es schon fast, dass auch Kathy Bates abgestiegen zu sein scheint. Vielleicht ist das Wort "absteigen" nicht richtig gewählt, denn Danny und Kathy sind die einzigen beiden Pluspunkte dieses Films, den Rest kann und sollte man so schnell wie möglich vergessen. Der Film wirkt wie ein Abziehbildchen von "Meine Braut, ihre Schwiegereltern und Ich", nur mit anderen Schauspielern. Und genau die sind neben DeVito und Bates geradezu furchtbar gewählt. So hört der Spaß spätenstens bei dem unglaublich trägen Ron Livingston an, der seiner Figur überhaupt keinen Charakter schenkt und ihn nur zäh durch den Film hin darstellt. Nicht besser seine Filmpartnerin Neve Cambell. Der Vergleich von DeVito/Bates und Livingston/Cambell wirkt viel zu krass um überzeugen zu können. Es ist allzu offensichtlich, dass die beiden einzigen Stars des Films die lustig und unbeschwerten Stützpfeiler des Films sind, während die beiden eigentlichen Hauptdarsteller bierernst und ohne jeden Überzeugungswert versuchen, diese Stützpfeiler zu brechen um den Film völlig in der Belanglosigkeit versinken zu lassen. Dabei wirkt besonders Livingstons mitunter doch schon sehr verzweifelte Darstellerkunst schlichtweg nervend. Überhaupt scheint der Film geradezu von Klischees zu triefen.
Fazit
Der Film hat zwei Seiten. Auf der einen ist er durch das mitunter doch sehr lustige Partnerspiel von DeVito und Bates zu loben, auf der anderen Seite macht das unglaubwürdig trockende Spiel von Livingston und Cambell den Film kaputt. Schade, mit einem anderen Darstellerpaar, z.B Ben Stiller und einer kongenialen Darsteller-Partnerin hätte sich der Film garantiert dem belanglosen Durcheinander der immer häufiger vorkommenden Patzer Hollywoods retten können.
4/10