Viel bleibt vom "New York Ripper" nicht hängen. Genrefilmer Lucio Fulci lässt im finsteren New York einen bestialischen Frauenmörder umgehen, der der Polizei immer einen Schritt vorraus zu sein scheint. Eine ziemlich gewöhnliche Geschichte, die letztlich auch eigentlich nur wegen ihrer exzessiven, fast schon voyeuristisch übertrieben anmutenden Goreszenen für einen gewissen Bekanntheitsgrad unter Italo-Fans sorgt. Meist wird mit einem Messer oder Skalpell zu Werke gegangen und die Kamera scheut sich nicht, auch einen langsamen Schitt quer durchaus Auge in voller Länge zu zeigen. Kehlenschnitte und ähnliches werden stets ein Zeitlupe zelebriert und der Genrefans kann sich an den handgemachten Effekten in gewohnt solider Fulci-Qualität ergötzen. Wers nötig hat, bekommt auch noch eine gute Portion nackte Haut obendrein...
Technisch ist der "New York Ripper" ansonsten recht passabel gelungen. Das dreckige New Yorker-Nachtleben wird in atmosphärischen, oft farblich intensiven Rot/Grün- Bildern stimmungsvoll eingefangen und altbekanntes Fulci-Gedudel sorgt für die nötige akustische Untermalung. Neben der ordentlichen Inszenierung können auch die zumindest mir unbekannten Darsteller weitesgehend überzeugen.
Fulcis Ripper ist mit seinen Gore- und Nacktszenen am Rande des Exploitation-Prädikats defintiv kein Film für den Normalzuschauer. Fans der harten Italokost werden jedoch gut bedient. Die bis auf den kultigen Pinguin-Killer banale und nicht immer logische Geschichte stört da dank dreckiger 80er-Atmosphäre und den exzessiven (aber durchaus bedenklichen) Schlitzerszenen eigentlich kaum. Wenigstens fliegen keine Körperteile...