1982 ist ein mörderisches Jahr für den Giallo und das Euro Kino. Dario Argento lässt sich die Amis einfliegen und dreht Tenebre in Rom. Lucio Fulci versucht das gleiche mit Italo Darstellern in New York.
New York, ein alter Mann mit Hund, ein toller Zoom, eine Hand und nein. Wer ist dafür verantwortlich ? Es folgt ein typischer Terence Hill und Bud Spencer Score.
Im weiteren Verlauf zeigt uns Alexandra Delli Colli wie schlampig sie doch ist und Fulci lässt seinen sexuellen Phantasien freien Lauf. Das ganze ist so gar zum Teil wirklich erotisch und geht schon allein über damals gezeigte Grenzen.
Nun haben wir hier die Euro Antwort auf Freitag der 13.te etc. Fulci fehlt aber sein Erfolgsteam. Wo ist de Rossi ?
Wo sind Latexeskapaden ? Wo ist der atmoshärische Score und wo ist Salvati ?
Die ersten beide Morde sind voll daneben und auch die Rasierklinge über die Brustwarze eigentlich viel zu durchschaubar. Zur Mitte hin wird der Film durch insbesondere die Kamerabeit aber wirklich spannend und wir bekommen 50 Minuten Fulci pur.
Tarantino wird mindestens 2 Sequenzen in Kill Bill verwenden.
Beide Filme werden kommerziell relativ erfolgreich und beide werden die kommende Jahre beschlagnahmt werden.
Argento darf seine Morde unter grandiosem Score feiern. Fulci dreht auf Kommerz fast einen Porno dem er zum Schluss hin eine Giallo Note gibt.
Der arme Lucio wird im kommenden Jahr noch seine Anwort auf das Endzeit (Mad Max...) und das Barbarengenre (Conan...) geben aber sein fallender Stern ist eingeläutet.
Ich persönlich glaube das mit dem alten Team eine weitere wegweisende Perle enstanden wäre. Die einführenden Morde sind zu direkt und schlecht untermalt.
Da Fulci aber über weite Zeit sein ganzes Können zeigt eine 9/10 und schade das wir nie wieder so positiv über dich urteilen können.