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In New York geht ein brutaler Frauenmörder um. Die Polizei tappt im Dunkeln. Am Ende aber kriegen sie ihn doch. Aus.

Seine Klassiker – GLOCKENSEIL, WOODOO, FRIEDHOFSMAUER, GEISTERSTADT – alle schon gedreht. Ab nun geht’s bergab. Sein Spät-Giallo bzw. Frauenmörder-Thriller NEW YORK RIPPER leitet leider tatsächlich eine deutliche Abwärtsspirale, einen Qualitätsverlust in den Filmen Fulcis ein. Die Degeneration ruft. Ab den 80ern wurde es um alle Fulci-Streifen leider ziemlich doof.
Fulci scheint in seiner Kindheit irgendwelche traumatischen Erfahrungen mit Federvieh gemacht zu haben. Einmal mehr stellt Fulci nämlich seine Aversion gegen Donald Duck zur Schau. Wie schon in DON’T TORTURE A DUCKLING hat der Killer einen Entenhausen-Tick. Hier macht sich dies dadurch bemerkbar, dass der Killer mit verstellter Donald-Stimme spricht und zwischendurch dümmlich quakt. Dies ist an Hirnverbranntheit kaum zu überbieten. Zum Ausgleich fließt ordentlich die rote Soße. Es wird geschlitzt was das Zeug hält. Geboten werden Schnitte so tief wie beim Kuchenanschneiden. Des Weiteren wird eine gefesselte Dame mit der Rasierklinge tranchiert. Eine Brustwarze und ein Augapfel gehen dabei entzwei.

Quak Quak Quak.

Die Jack The Ripper-Thematik angesiedelt im New York der 80er hätte vielleicht funktioniert, wäre sie nicht so unspannend und unpeppig umgesetzt. Es werden im Grunde einfach nach und nach Frauen umgebracht. Dazwischen recherchiert ein dilettantischer Cop, gelangt aber nie auch nur annähernd zu einem Ergebnis, sodass man bis kurz vor Schluss immer noch komplett im Dunkeln tappt und der Identität des Killers keinen Deut näher ist. Steht man also drauf, hübschen Damen beim fröhlichen Abnippeln zuzugucken, ist man mit NEW YORK RIPPER tatsächlich gut bedient. Will man packende Spannung, Gänsehaut, interessante Charaktere oder Tiefgang allerdings nicht.

Quak-Quak-Quak Quak-Quak.

Ergo:
Debiler Sadismus, Schmuddelsex und brachiale Gewalt gegen Frauen. Trotzdem kein guter Film, sondern hirnlos und stinklangweilig. Dann doch lieber MANIAC oder HENRY.
Fazit:
Qua(r)k!

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