Review

Selten hatte ein Film, selbst fuer italienische Verhaeltnisse, solch eine abstruse Story, und solch schlechte Effekte. Als Sahnehauebchen wird zwar die Frau am Ende fachgerecht mit einer Rasierklinge tranchiert, jedoch bietet dies keinen Lichtblick. Es wird viel geschrien, viel gemordet und abgebrochene Flaschen in Frauenleiber gebohrt. Anscheinend kann Fulci, der selber einmal gesagt hat, dass der italienische Film gewalttaetig sei, sich nur eine gute Effektszene leisten, deren Tricks aber (man achte auf das Kunstauge) schon bald erkannt werden. Großaufnahmen in Horrorfilmen sind immer ein Zeichen von mangelnder Tricktechnik. Wo Fulci spart (gute Effekte), will er nur Tabus brechen, was fuer einen Horrorfilm der 80er Jahre auch tatsaechlich gelungen ist. Dennoch ist der Film - selbst ausser acht gelassen der Aspekt oft zitierter Frauenfeindlichkeit - nur langweilig. Horror ist nicht nur Gewalt. Leider hat Fulci dies zu spaet erkannt, und erst in seinem "Nightmare Concert" nimmt er sich selber auf die Schippe.
Horrorfilme ohne Selbstironie sind darum auch schwer zu konsumieren. Nicht, weil sie zu "hart"sind, sondern weil sie schlicht langweilig sind.

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