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In New York treibt ein geheimnisvoller Frauenmörder sein Unwesen. Er gibt sich mit einer Donald Duck ähnlichen Stimme telefonisch bei der Polizei zu erkennen. Diese tappt bei den Ermittlungen nach dem gestörten Killer im Dunkeln und zieht deshalb einen Profiler hinzu. Trotzdem gehen die blutigen Morde vorerst weiter, bis ein Verdacht in das Rotlichtmilieu fällt. So wird der Zuschauer ebenso häufig mit Gewalt wie mit Softsexszenen bei Laune gehalten, wobei letztere für die Handlung oft unnötig sind. Diese wiederum erinnert an amerikanische Krimiserien, von denen Fulci in New York wohl angetan war. Das Drehbuch schafft es nur mühselig, und unter Benutzung von belanglosen Fragmenten, den Täter verborgen zu halten. Dass Regisseur Lucio Fulci als in Frage kommende Motive z.B. Frauenhass durch Homosexualität oder Drogenabhängigkeit anbietet, ist ebenso platt wie die tatsächliche Auflösung. Die Schauspieler sind solide gewählt, bloß die Idee mit der quakenden Stimme des Killers will nicht so recht durchgeknallt als eher albern wirken. Außerdem sind die sexuell motivierten Frauenmorde nicht halb so fies oder krank im Empfinden des Betrachters, wenn die Frauen ohnehin als willige Objekte dargestellt werden. Wer vom italienischen Altmeister des Schmuddelfilms jedoch kurzweilige Unterhaltung ohne großen Anspruch, dafür aber mit einigen bizarren Einstellungen erwartet, sollte sich "New York Ripper" nicht entgehen lassen. Immerhin weist der Film keine nennenswerten Längen auf und zum Finale gibt es sogar noch zwei bis drei wirklich spannende Situationen mit harschen FX für die Gorefraktion.

Fazit: Viel nackte Haut und einige ansprechende Goreeffekte ersetzen mal wieder eine große Handlung. Trotzdem einer der besseren Fulcistreifen. 7/10 Punkten

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