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Im Jahr 922 n. Chr. kommt ein arabischer Botschafter an den Polarkreis, wo er als 13. Krieger mit den Wikingern unheimliche Wesen bekämpft, die einen Ort überfallen und die Menschen fressen. Als sich herausstellt, dass es sich bei den Bestien um Menschen in Bärenkostümen handelt, ist auch der Krieger, Antonio Banderas, überfragt.
Die Story liefert einige ordentliche Ideen und setzt sich einigermaßen zufrieden stellend mit den ersten Begegnungen des Islams mit den Heiden auseinander, wobei dies natürlich stark idealisiert wurde. Die Charaktere bleiben eher blass und die Auflösung am Ende ist auch nicht unbedingt überraschend. Für einen Fantasy-Film ist die Story aber durchaus ausreichend.
Der Film läuft relativ langsam an und da in der ersten halben Stunde des Öfteren Latein gesprochen wird, ist sie auch sehr anstrengend. Der Mittelteil ist ordentlich, enthält ein paar unterhaltsame, aber auf keinen Fall gute, Kampfszenen und kann gut unterhalten. Am Ende wird es dann sogar spannend und natürlich unglaublich heroisch, wie es bei einem gelungenen Fantasy-Film nun einmal sein muss. Alles in allem unterhält der Film über die volle Laufzeit.
Die Filmmusik ist hervorragend und heroisch. Bei Fantasy-Filmen ist eine ordentliche Filmmusik sehr wichtig und gerade dieses Problem löst der Film perfekt. Die, für den Film komponierten Stücke wurden u. a. in Königreich der Himmel weiter verwendet. Die Kulisse ist nicht ganz so gut, liefert aber ordentliche Landschaftsaufnahmen und ist auf jeden Fall zufrieden stellend. Die Atmosphäre ist meistens düster und gespannt. Man kann die Gefahr förmlich spüren. Vielleicht wäre es sogar besser gewesen, auf die Schlachten, oder vielleicht sogar auf die Filmmusik zu verzichten, da man so die Atmosphäre der Angst besser hätte nutzen können.
Ein Problem beim Dreh war, dass Regisseur McTiernan aufgrund von Auseinandersetzungen mit Autor Michael Crichton, der den Film schließlich vollendete, ausstieg. Man merkt dies unter anderem daran, dass der Film unvollendet wirkt, da einige Handlungsstränge, wie z.B. Banderas Liebes-Beziehung zwar angedeutet, aber nicht weiter verfolgt werden.
Die Action-Szenen sind ganz ordentlich gemacht, können aber mit anderen Fantasy-Filmen nicht mithalten. Sie wirken stellenweise doch sehr billig, ich weiß nicht, wo das Budget von rund 90 Millionen Dollar hingeflossen ist.
Nach Predator und Stirb langsam ist dies der letzte wirklich große Blockbuster von John McTiernan, schade eigentlich. Ich habe seine Filme gemocht. Antonio Banderas spielt gut, scheint aber stellenweise ein wenig gelangweilt, obwohl die Rolle des arabischen Helden, der sich im Laufe des Films mehr und mehr zum Meisterkämpfer entwickelt eigentlich sehr gut zu ihm passt.
Zusammenfassend ist "der 13te Krieger" ein unterhaltsamer Fantasy-Film mit einer düsteren Atmosphäre, einer hervorragenden Filmmusik und kleineren Mängeln bei der Story und den billig wirkenden Schlachtszenen.

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