Mit Schaum vor'm Mund
Wer sind die Meister, die über uns bestimmen?
Für wen darf ich meinen schwarzen Rücken krümmen?
Es läuft Weißes aus meinem Mund,
die Wahrheit zu schrei'n tut wohl der Wahrheit nicht mehr genug kund.
Eine Fakedoku mit verstörend-wahrem Kern,
das ist kein Voodoo oder Fantasy, dem man zuguckt gern.
Hier spürt man Wut aus dem Inneren, unverfälscht und wild,
nicht mehr aus dem Kopf bekommt man das ein oder andere Bild.
Eine Show mit schmerzhaft verzerrten Seelen,
dafür muss man keine Freiheiten, Reichtümer und Identitäten stehlen.
Dieser Schock sitzt tief, diese Pein wäscht nicht rein,
wird man mit seinen „Herrschern“ jemals wieder fein?
Kurz, knackig und doch brutal in seiner Kraft,
wird hier mehr als in den meisten Langfilmen geschafft.
Ethnofiktion zwischen Horror und Theatralik,
kann das auch mal seltsam anmuten oder fahrig.
Ein Hauka als Widerstand, Vorwurf und Hilfeschrei,
ist das alles andere als Dokueinheitsbrei.
Politisch, menschlich und ganz eigen,
muss diese „Resistance“ eigentlich in Schulen zeigen.
Das geht unter die Haut und macht sowohl Lust als auch Frust,
denn man will zwar mehr über das Thema wissen, ist sich der Schmerzen und Hilflosigkeit dennoch bewusst.
Fazit: Tollwut oder tolle Wut? „Les Maitres Fous“ ist eine legendäre und diskussionswürdige „Kurzdoku“ zwischen Afrika, Ambivalenz und Aggression. Eher interessant in den womöglichen Hintergedanken als in seinem „Unterhaltungswert“.