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Für eine Party werden diverse Gäste in eine ehemalige Psychiatrie eingeladen. Das Ehepaar Steven und Evelyn Price wird allerdings überrascht, sehen sie sich dort doch lauter Fremden gegenüber. Nachdem man sich gegenseitig verdächtigt, an der Gästeliste herumgepfuscht zu haben und jeder mitbekommen hat, wie wenig die beiden sich noch leiden können, bietet Steven jedem eine Million Dollar an. Vorausgesetzt, dass man am kommenden Morgen noch am Leben ist. Was die Gäste zuerst für einen Scherz halten verliert bald jeglichen Spaß. Denn das Haus scheint verflucht zu sein.

Und so nimmt diese Geisterbahn ihren Lauf. Der erste Film der 1999 gegründeten Produktionsfirma Dark Castle Entertainment nahm sich einen klassischen Grusler zum Vorbild und lieferte diese modernisierte Variante ab. William Castles gleichnamiger Streifen aus dem Jahre 1959 stand hier Pate, ein wirkliches Remake ist die Neuauflage aber eher nicht. In der alten Version spielte Vincent Price die Hauptrolle, als kleine Hommage heißt gibt es hier eben Steven Price, dargestellt von einem gut aufgelegten Geoffrey Rush inklusive schlecht angeklebtem Bärtchen. Ansonsten tummeln sich hier Famke Janssen, Taye Diggs oder Ali Larter. Abseits von Rush und Janssen, deren Figuren sich permanent angiften, ist der Cast allerdings austauschbar, immerhin hat Jeffrey Combs noch kleine Auftritte als Dr. Vannacutt und Peter Graves als er selbst.

Der von William Malone inszenierte Streifen ist tief in den 90ern verhaftet, das sieht man an allen Ecken und Enden. Kamera, Figuren und Geschichte (wenn man das so nennen kann) sind rein auf Geisterbahn ausgelegt. Das muss nicht schlecht sein, funktioniert hier aber nur so semi. Die Ausstattung und das Design sind allerdings ansprechend, die alte Anstalt als Kulisse taugt durchaus und die ein oder andere Szene (Videokamera zeigt mehr als da ist, manches Kreaturendesign inklusive Turbogewackel) kann durchaus was. Anspruch oder gut durchdachtes Erzählen ist das allerdings zu keiner Zeit, man will nur Attraktionen liefern. Das klappt mal mehr, mal weniger, kurzweilig bleibt die Chose allerdings meist. Am Ende greift man dann noch tief in die Kiste mit den hässlichen visuellen Effekte, das sieht wirklich nicht gut aus. Genauso wenig wie „Stehen nicht bei Türen oder Fenster wann dem Alarm gehört war“ an der Wand.

Es ist eine Geisterbahn, hinter jeder Kurve will man eine neue Merkwürdigkeit präsentieren. Da bleiben Feinsinn und Finesse eher auf der Strecke und gegen Ende wird es richtig hässlich. Dennoch macht das noch halbwegs Laune, wenn auch lange nicht mehr so viel wie anno dazumal. Neben Geoffrey Rush und Famke Janssen bleibt da darstellerisch nichts übrig, szenenweise ist diese Nummernrevue aber anschaubar.

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