Der junge Luis (Antonio Banderas) und ein Universitätsdozent mittleren Alters (Andrés, dargestellt von Mathieu Carrière), die jeweils ein ansonsten beschauliches Leben führen, haben ein gemeinsames "Hobby": Sie töten aus Lust, besser gesagt aus Spaß an der Freud´. Zum ersten Mal treffen sie sich zufällig als Hitmen bei einem Coup in einer Villa, wo sie ihren Job sauber und diskret erledigen, zumindest nach Ansicht ihres Auftraggeber, und dieser ist - der örtliche Polizeikommissar (sehr glaubwürdiger Plot...)
Kurz danach treffen sich Luis und Andrés zufällig wieder, tauschen Erfahrungen über Waffen und Schießen aus, üben gemeinsam und erledigen den einen oder anderen Mord dann auch gemeinsam. Die Erschießungen (schnell, unblutig und mit Schalldämpfer ausgeführte Kopfschüsse) werden nur sehr kurz beleuchtet, sind selten geplant sondern finden mehr spontan statt; die Opfer sind oft zufällig ausgewählt und werden kaum vorgestellt. Dazwischen gibts immer wieder belanglose Alltagsszenen, z.B. mit Andrés nörgelnder Verlobter, die er zur Übung ganz nebenbei auch im Wald erschießt, oder Luis wie er mit Freundin und Freunden rumhängt oder seiner sonstigen Tätigkeit als Klein-Dealer nachgeht. Ach ja, und alle rauchen: Luis Freunde, Andrés´ Freunde, ja sogar die Studenten in seiner Uni rauchen. Mehr kann man zu den anderen Filmcharaktären nicht sagen, denn sie bleiben allesamt blaß.
Der Commissario, der die Hits zu Beginn zwar angeordnet, die Hitmen selbst aber nicht gesehen hat, kommt Andrés jedoch irgendwann auf die Spur. Nicht daß sich dadurch die Ereignisse zuspitzen würden, es läuft alles sehr langsam weiter. Irgendwann steht dann ein Doppelselbstmord im Drehbuch. Andrés schießt diesmal daneben. Absicht? Dies wäre eine der Fragen, die sich der Zuseher stellen könnte, würde er sich ihrer noch erinnern nach all der Langeweile. Übrigens ist das immer noch nicht das Ende, trotzdem es sich dramaturgisch gesehen anbieten würde. Aber Dramaturgie ist ein absolutes Fremdwort in diesem Streifen, der mehr wie eine TV-Produktion daherkommt.
Was der Film eigentlich bezwecken will oder ob er irgendeine Aussage hat, konnte ich nicht ergründen. Alles läuft völlig unspannend und gleichförmig ab. Es gibt weder einen Höhepunkt noch irgendeine Szene, die hängenbleibt. Der Splatter/Gore/Sleaze-Gehalt tendiert gegen Null, auch wenn der gewohnt reißerische deutsche Titel wieder mal anderes vermuten läßt. Die Morde laufen fast unblutig ab, getroffene Personen fallen teilweise ohne Einschußlöcher um und auch Kameraschnitt und der unauffällige Score passen zwar zu der ganzen Geschichte, drücken jedoch nie auf das ohnehin gemächliche Tempo. Noch dazu hat das Ganze die Bildqualität einer VHS-Cassette. Daß man zwischendurch nicht einschläft ist noch am ehesten Carrière zu verdanken, dessen wie üblich distinguiert-kühles Rollenspiel einen auf überraschende Wendungen hoffen läßt, allerdings völlig vergeblich. Nach fast 90 Minuten endet der Film dann ganz unvermittelt in einem Eisenbahn(raucher)abteil - und man stellt sich seufzend die Frage: Was bitte soll denn das sein?