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Heutzutage wird ja beinahe zu jedem substanzlosen Mist der im Kino gut lief eine Fortsetzung gedreht. So auch bei "Big Mama`s Haus". Da schon der erste Teil in Sachen Story nicht viel hergab, wird im zweiten Teil einfach noch einmal eine beinahe identische Handlung abgespult. Das Niveau der Gags ist zwar hier etwas weiter über der Gürtellinie angesiedelt, aber dennoch recht mäßig.

Zur Story: FBI-Agent Malcolm (Martin Lawrence, "Bad Boys") wurde mittlerweile mit einem Schreibtischjob "befördert", da seine Freundin Sherri (Nia Long) ein Kind von ihm erwartet. Doch als ein Undercovereinsatz als Nanny für die Kinder beim obskuren Softwareentwickler Tom Fuller (Mark Moses, "Donnie Darko") zur unauffälligen Überwachung ansteht, schlüpft er wieder ins Fettkostüm von "Big Mama". Das hat natürlich turbulente Folgen...

Wer den ersten Teil mochte, wird auch den zweiten lieben - vorausgesetzt, man hat nicht zu hohe Ansprüche an die etwas ausgelutschte Gagparade. Die Story dient nur als roter Faden für eine Aneinanderreihung mehr oder weniger witziger Kalauer. Die Ideen mit der "Baywatch"-Parodie, dem depressiven, alkoholabhängigen Hund sowie dem Bauchklatscher-Kind gehören da noch zu den gelungeneren Gags. Doch leider sind echte Brüller über die gesamte Laufzeit recht spärlich gesät. Die klischeehaften Manierismen eines Mannes in Frauenklamotten sowie dessen rustikale Art wurden schon im ersten Teil gnadenlos ausgereizt. Die Kinder von Fuller, welche Big Mama hüten soll, entsprechen auch den Klischees: die zickige Gothic-Tussi im Teenageralter, eine bei ihren Klassenkameradinnen unbeliebte Süße und das noch niedlichere Nesthäkchen. Auch die wenigen Actionsequenzen wirken eher zweitklassig. Immerhin halten sich sowohl die Inszenierung als auch die Musikuntermalung und Bebilderung des Films unauffällig zurück und Martin Lawrence ist ganz lustig. Doch die kitschig-platte Botschaft am Ende zerstört den beinahe schon guten Gesamteindruck.

Fazit: "Big Mama`s Haus 2" bietet Humor wechselnder Klasse. Obwohl streckenweise recht amüsant und witzig, beginnen die dünne Handlung und die flachen Figuren mit der Zeit etwas zu langweilen. Kurzweilig: größtenteils ja; hochklassig: nein. Ein passables, mediokres Komödchen für (fast) die ganze Familie. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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