Review

Was für ein Müll.
Ich persönlich hatte riesigen Spaß an den „Scary movie“-Filmen, wobei ich den letzten Teil nicht mehr gesehen habe. Da möchte man trotz der schlechten Kritiken nicht wahrhaben, dass Date Movie ein schlechter Film ist und gibt vielzuviel Geld für’s Kino aus. Danach ärgert man sich dann darüber.
Julia Jones (Alyson Hannigan) ist zu fett und kriegt daher keinen Mann ab. Also geht sie zu einem kleinwüchsigen Hitch-Abklatsch (Tony Cox), um sich aufpimpen zu lassen. Danach sieht sie gut aus und reißt prompt Grant (Adam Campbell) auf. Der bald anstehenden Heirat stehen allerdings Probleme wie Grants unfassbar heiße Exfreundin Andy (Sophie Monk) entgegen.
Die Story ist natürlich nicht das Wesentliche an diesem Film, das ist klar, vielmehr die humoristische Untermalung. Und die ist weitgehend das allerletzte. Nicht nur, dass das Meiste schon schätzungsweise 5378mal in identischer oder ähnlicher Form zu Lachern verhelfen sollte, sondern vor allem, dass man offenbar versucht hat, das Niveau NOCH EINMAL eine Stufe niedriger anzusetzen. Ich möchte nur die Szene mit der Katze und der verstorbenen Großmutter erwähnen. Dümmer und niveauloser geht es nun wirklich kaum und ich hoffe, niemand wird jemals versuchen, das zu unterbieten. Lustig kann das niemand mehr finden. Nicht einmal pubertäre 13-jährige, für die dieser Film wohl gedreht wurde. Wahrscheinlich um die FSK12 durchzubekommen, hat man auch auf entblößte Brüste verzichtet, so wurde die angesprochene Zielgruppe nicht vom Filmgenuss ausgeschlossen.
Schauspielerisch war das Ganze gar nicht mal so schlecht. Hannigan, Cox und der Rest vollbringen ihre Aufgabe nicht schlecht, lediglich Adam Campbell konnte nicht so recht gefallen. Keine Ahnung, wo man den ausgegraben hat. Man hat wohl niemanden mit Rang und Namen gefunden, der all die blödsinnigen Szenen (die völlig überzogene Orgasmusszene z.B.) übernehmen wollte. Lil‘ Jon hat mir HipHopFan natürlich einen Grinser entlocken können, ein Rätsel bleibt allerdings, welcher Vollidiot auf die Idee kam, seine beiden Sätze zu synchronisieren, die dadurch jeglichen Humor verlieren. Das Lied am Essenstisch hat man dagegen nicht synchronisiert, wodurch etwa 90% der unter 16-jährigen an dieser Stelle nichts verstanden haben dürften. Sowas Blödes. Carmen Electra ist dann ebenfalls noch kurz zu sehen. Die Szene ist völlig überflüssig, soll lediglich den Pubertisten die Sabber in die Mundwinkel treiben. Wie man sich als Frau für sowas opfern kann, verstehe ich einfach nicht. Als ob sie nicht genug Geld hätte.
Was bleibt? Die Musik! Der ein oder andere gute Track wird angespielt. Zum Beispiel Pitbulls „Toma“. Aber dann musste man sich doch wieder die Pussycat Dolls mit „Don’t cha“ anhören und man beginnt, sich zu fragen, was man tun muss, um diesen musikalisch sehr durchschnittlichen und kurzweiligen Gören zu entgehen. Wo man hingeht, werden ihre Lieder mittlerweile bis zum Erbrechen gespielt. Aber das ist wohl Geschmackssache.

Fazit: Ekelhumor, den es schon gab, sinnlose Story, hundert Szenen, deren Fehlen keiner bemerkt hätte (Pickel-Ausdrück-Szene!?!). Ein miserabler Versuch, Heranwachsende zu unterhalten. Ich sehne mich nach meinen 7,50 Euro zurück. Allerdings muss ich zugeben, dass ich schätzungsweise dreimal lauthals gelacht habe und dass Sophie Monk eine gute Figur abgibt. (Sie muss sich ihr Geld – im Gegensatz zu Carmen Electra – noch erarbeiten) Daher gibt es im Endeffekt 2 Punkte von mir. Mit ihnen kann dieser Film gut leben, der zurecht unter den 100 schlechtesten auf der imdb geführt wird. Euer
Don

Details
Ähnliche Filme