Wer liebt sie nicht die „romantischen Komödien“ aus der Traumfabrik Hollywoods? ICH! Zum heulen ist ein Großteil dieser Stumpfsinnsschinken, die nur erträglich sind wenn man nen Kasten Bier getrunken hat, oder einen „romantischen“ Abend mit seiner Liebsten damit ausklingen lässt und auf anschließenden Sex hofft.
Ein gutes Omen für mich, einen Klamauk über dieses Genre zu genießen!
„Date Movie“
Friedberg und Seltzer setzen auf Stilmittel der nun allmählich kränkelnden und an Horrordemenz leidenden „Scary Movie“ Reihe. Dementsprechend darf man sich auf Slapstick und Furzorgien gefasst machen, die, um es Vorweg zu sagen, dass „Innovativste“ zu sein scheinen.
Plottechnisch dreht sich alles um die extrem barocke Julia, die gern „Schokolade zum Frühstück“ isst und unbedingt ihren Traummann bei einem „Greek Wedding“ ehelichen möchte. Da sie ja so verzweifelt ist konsultiert sie professionelle Hilfe beim „Datedoktor“, der unsere beleibte Julia erst mal im Sinne von „Pimp my (b)ride“ und "The Fa(s)t and the Fourius" ein wenig anschaulicher gestaltet. So geht es natürlich zum „Bachelor“ - Kontest, wo sie natürlich ihren Traummann bekommt. Natürlich stehen noch Besuche bei den Schwiegereltern an, wo es bekannte filmische Vorlagen zu gibt...
Einfallsreich ist es ja allemal diese ganzen Filme miteinander in einer mehr oder minder guten Kohärenz zu verbinden. Nichtsdestotrotz schwächelt der Film in vielen Passagen beachtlich in Punkto „Lacher“. Zwar kann man bei Katzenkloszenen schmunzeln, aber mehr geht auch im nüchternen Zustand wirklich nicht. Außerdem rekurriert der Film zu häufig auf „Ekelpassagen“, die eher nerven, als ekeln. Deplaziert wirken auch viele Schauspieler, die uns durch ihre bemitleidenswerten Aufheiterungsversuche eher die Tränendrüsen stimulieren, als selbiges mit dem Zwerchfell zu tun. So zum Beispiel Julias Vater, der einfach nur schlecht ist! Aber auch hohle Hip - Hopper gehen einem hier besonders mächtig auf den Keks, aber Gott sei Dank halten sich deren Auftritte in Grenzen.
Fazit:
„Date Movie“ fehlt das wirklich Innovative! Zu sehr wird bei altbewährtem plagiiert und das recht lieblos und uniform. Vielleicht ist es eher dem „Nackte- Kanone-Genre“ anzukreiden, dass solche Filme nicht mehr gelingen, weil es zu viele davon gibt und uns das nicht mehr vom Hocker reißt. Soweit meine These.
Empfehlen kann ich den Film mit reinem Gewissen niemandem, der sich nicht zuvor richtig die Kante gegeben hat, sodass er/sie gerade noch so in der Lage ist die DVD in den Player zu legen und auf „Play“ zu drücken, um schlussendlich Karussellfahrend auf die Couch zu plumpsen und nach zehn Minuten einzuschlafen...
3 von 10 Punkten