Die "Scream"-Welle machte auch vor den deutschen Filmemachern nicht halt und liess neben "School's Out" auch "Flashback" hinter sich zurück. Und ähnlich dem erstgenannten Werk konnte mich auch Michael Karens "Mörderische Ferien" insgesamt überzeugen. Storyseitig wird selbstverständlich nichts neues geboten aber sowohl in Sachen Inszenierung als auch in Sachen Goregehalt kann "Flashback" mühelos mit den amerikanischen Vorbildern mithalten. Dabei profitiert das praktisch längenfrei umgesetzte Meucheln unter anderem von seinem unverbrauchten, ländlichen Szenario aber auch die darstellerischen Leistungen wissen zu überzeugen. Insbesondere Valerie Niehaus liefert als schüchtern-schreckhafte Französisch-Nachhilfelehrerin
eine starke Performance ab, der Xaver Hutters Darbietung in keiner Weise nachsteht. Sichtlich schwächer gespielt und vor allem sehr klischeehaft fallen hingegen die weiteren "Kanonenfutter"-Charaktere aus, unter ihnen "GZSZ"-Sternchen Alexandra Neldel (die sich leider hier nicht entblättern mag). Aber so verhält es sich ja auch bei der internationalen Konkurrenz...
Wenn man "Flashback" etwas vorwerfen will, so kann man dies hinsichtlich in der Konsequenz der Spannungspassagen tun. Nach ganz starkem Auftakt fallen besagte Szenen doch meist etwas zu knapp aus und könnten auch noch ein Stück unheimlicher daherkommen. Hier und da nimmt ein flotter Spruch dem Treiben einfach ein Stück des Schreckens oder die einzelnen Charaktere sind eben nicht einzeln (und somit quasi schon tot) unterwegs.
Ingesamt stört dies aber kaum. "Flashback" braucht sich in keiner Weise vor der ausländischen Teenieslasher-Konkurrenz verstecken, im Gegenteil: Viele der "Scream"-Plagiate steckt er mit seiner blutgetränkten Sichel locker in die Tasche...