Review

Eine Kritik zu diesem Film ist mir ein besonderes Anliegen, denn das war die erste DVD, die ich mir gekauft habe, und die musste natürlich gleich richtig "böse" sein.
Von dem Film war ich dann schon ziemlich begeistert. Es handelt sich um einen für heutige Verhältnisse richtig blutrünstigen Streifen mit schwarzem Humor. Dieser verharmlost die Metzeleien jedoch nicht, wie das in Filmen der Marke "Scream" der Fall ist, sondern lässt sie noch deftiger wirken, z. B. wenn zwei biederen Landarbeitern aus einem Mähdrescher blutiges Fleisch um die Ohren fliegt und dazu richtig fröhliche Musik ertönt - oder wenn eine Frau im Bett feststellt, dass ihre Hand geleckt wird und fragt, warum der Hund dort ist - und man dann sieht, dass es sich gar nicht um einen Hund handelt...
Natürlich hat man gegen einen solchen Streifen Vorbehalte, weil die amerikanischen Teeniehorror-Banalitäten im Hintergrund stehen, aber dieser deutsche Film von Michael Karen (Regiedebüt!) läßt die US-Vorbilder insgesamt ganz schön alt aussehen. Die malerische Bergkulisse bildet einen verschärfenden Gegensatz zu den makabren Ereignissen.
Eine Schwäche hat dieser Film aber trotzdem, und das sind die Darsteller. Diese wurden aus deutschen Vorabendserien zusammengewürfelt, wobei man auf ihren Bekanntheitsbonus setzte. Und so haben wir eine Besetzung, die sich zwar durch gutes Aussehen auszeichnet, aber durch sonst nichts. Auch Veteranin Elke Sommer spielt als "Frau Lust" ziemlich hölzern auf. Eine Katastrophe ist die Pool-Party, die reichlich bunt und bescheuert geraten ist. Da muss man wohl einen Punkt abziehen, nicht mehr, denn immerhin wird den dämlichen Jungspünden ja recht übel mitgespielt.
Insgesamt ein derber, blutrünstiger und dabei intelligenter Horrorfilm, der sich international ohne weiteres mit ähnlichen Filmen messen kann.

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