Inhalt:
China in den 1930er Jahren. Ein halb verfallenes Dorf an der Küste, wird von einer Gangster-Bande terrorisiert. Deren Boss, Wong Tien Chuang (Melvin Chang) presst den Bewohnern horrende Steuern ab, indes müssen die Landwirte sich die Getreide-Ernte zu einem viel zu geringen Preis von den Gangstern abkaufen lassen.
Mit den Verbrechern unter einer Decke steckt der so skrupellose wie brutale Chen Tien Piao (Shih Chung-Tien aka Shut Chung-Tin), der so eine Art Ortsvorsteher ist, durch und durch korrupt und mit den eindringenden Japanern kolaborierend.
Nur der Betreiber der KungFu-Schule, Lee Chung (Jack Long Shi-Chia) setzt diesen Ausbeutern etwas entgegen. Doch hat Lee nur eine handvoll Schüler an seiner Seite.
Nach 3 Jahren kehrt der KungFu-Fighter Chi Hsiang (Anthony Chen Chiang aka Chan Keung), nachdem er dem Tod am Galgen nur äußerst knapp entging, in sein Heimat-Dorf zurück, jenem Ort an der Küste.
Dort lebt auch seine Verlobte, die aparte Fan Ho (Chang Chin), die er alsbald erreicht.
Chi Hsiang sieht keinen Wert darin, Chen Tien Piao die Stirn zu bieten, würde dieser getötet, würde ihn bald ein anderer korrupter Offizieller ersetzen.
Die Lage eskaliert, als Chen Tien Piao die Japaner begrüßt, und mit derem Chef (Si Wai) die de facto Aushändigung des Ortes beschließt.
Es kommt zum brutalen Kampf, Lee Chung und viele der Schüler werden getötet.
Ein Mann, der Chi Hsiang einst half, und mit den Patrioten des Südens kooperiert, erreicht den Ort... Tung Sei Han (Hsie Hsing).
Dieser kann schließlich Chi Hsiang überzeugen: Der Kampf gegen Chen Tien Piao ist unausweichlich.
Es kommt zum brutalen Show-Down, zum blutigen. enscheidenden Kampf..., und zum gnadenlosen Duell auf Leben oder Tod zwischen Chi Hsiang und Chen Tien Piao.....!
Fazit:
Wow..., was für ein dramatischer, knallharter KungFu-Actioner, den Regisseur Yang Ching-Chen im Todesjahr Bruce Lee´s, an dessen Eastern-Klassiker dieser Streifen angelehnt ist, 1973 auf Taiwan realisierte.
Ein kerniger, einfach in seiner routinierten Rache-Story gehaltener, durchaus atmosphärischer -durch das verfallene Dorf, durch die oft rau-erodierte Natur als Hintergrund- und vor allem eisenharter Actioner, spannend-flüssig erzählt..., ein konzentrierter, kompakter KungFu-Film, fast ein Klassiker, wäre er denn wesentlich bekannter.
Ein klasse KungFu-Film..., einfach, rau, hart, schnörkellos, intensiv-spannend und konzentriert.
Und die KungFu-Action rockt hier so richtig..., und rundet den Film in seinem 15-Minuten-NonStop-Action-Total Finale voller Dramatik noch absolut ab.
Kleine Längen, als die Regie die Sache noch etwas zur Mitte hin unbeholfen dehnen will, sind das einzige Manko. Wenn man denn nicht vergisst, dass "Dragon and Tiger Joint Hands" natürlich keine große Geschichte und keine epische Breite hat, sondern ein routinierter, kostengünstiger, reiner KungFu-Actioner ist.
Da kommen Liebhaber des klassischen, kompakt-actiongeladenen Eastern auf ihre Kosten.
Ja, mehr gibt es eigentlich nicht zu diesem Streifen zu sagen, ein kerniger KungFu-Actioner für die puristisch veranlagten Eastern-Fans.
Anthony Chen Chiang (aka Chan Keung) ist der Held ala Bruce Lee. Ein einsamer, harter Rächer..., zur Rache muss er erst getrieben und überzeugt werden. Dann geht es und er zur Sache, kalt und kompromisslos.
Chen Chiang stellt das entsprechend dar und überzeugt dabei mit solidem Spiel und hartem KungFu.
Hsie Hsing wird dabei fast zu seinem Buddie..., überzeugt den Helden seine Zurückhaltung zu überdenken..., auch er spielt das trocken, fast nüchtern. Und das tut ebenso gut, wie die Performance von Chen Chiang.
Shih Chung-Tien aka Shut Chung-Tin, durch etliche Auftritte bei den Shaw Brothers gestählt, ist hier der oberste Villain, ein Fiesling voller Skrupellosigkeit. Auch er agiert stark, und seine Figur sucht immer wieder den Kampf, die Aggression, um ihre Ziele zu erreichen. So ist auch er ein starker KungFu-Fighter..., immer bereit zu töten.
Jack Long ist der Sifu, der Besitzer einer Kampf-Schule..., der sich zunächst als einziger den Villains stellt. Sein Tod löst die Rache und damit erst richtig die Motivation zur Gewalt aus. Jack Long, oft in Eastern die in früheren chinesischen Epochen spielten agierend, hier mit zeitgenössischer Frisur, muss sich der Eastern-Fan fast erst mal etwas dran gewöhnen.
Jack Long spielt seine Rolle ebenfalls solide und ist mehr ein Kämpfer denn Schauspieler, wie fast alle in diesem Actioner.
Si Wai als Japaner und die aparte Chang Chin, die als Freundin des Helden kaum Akzente in diesem maskulin dominierten Film setzen kann, runden den Cast ab.
Die KungFu-Action nimmt hier breitesten Raum ein..., knallharte, realistische KungFu-Fights...wow, konzentriert, kompakt, intensiv.
KungFu-Techniken, Tritte und Handkante..., ja, aber reell, ohne Akrobatik oder Schnickschnack..., und der Hass der Figuren, lässt die Fights noch brutaler wirken, ein KungFu-Hit, ein echter Action-Kracher.
Zahlreiche Fights durchziehen diesen Eastern..., es wird fast pausenlos gekämpft..., und das Finale ist 15 Minuten KungFu-Fight-Action-Total.
"Dragon and Tiger Joint Hands" ist ein Eastern so richtig nach dem Geschmack derer, die auf knallhart-puristische, routiniert-einfache KungFu-Filme abfahren. Gleichwohl kann dieser Streifen auch atmosphärisch überzeugen..., ist kompakt und konzentriert in Szene gesetzt.
Stark..., kann man den Anhängern des Genres empfehlen.
8/10.