Review

Dennis Hopper zählt wohl mit den zu fleißigsten Darstellern der letzten Jahre, so wundert es auch nicht weiter dass er neben Billy Zane auch in diesem doch relativ unbekannten, dem gleichnamigen Romand zugrunde liegenden, Streifen, „Memory – wenn Gedanken töten“ zu finden ist. Weniger überraschend ist dabei jedoch die Grundidee des Filmes generell. Aufgrund etwaiger Substanzen oder gar verwandtschaftlicher Verhältnisse mit den Augen seiner Vorfahren in der Vergangenheit zu kreisen dürfte es sicherlich schon mal, zumindest in ähnlicher Form gegeben haben. Auf jeden Fall jedoch, dass der Film sehr stark geprägt ist, von schon fast nervigen Rückblenden bzw. Visionen.

Hierin liegt einerseits zwar die sich in Grenzen haltende, aber durchaus vorhandene Spannung, andererseits dürfte es wohl aber auch mit einer der größten Kritikpunkte darstellen. Zwar lassen Sich Realität und Vision stets gut voneinander trennen (was ja nicht in jedem filmischen Werk der Fall ist), so rückt die eigentlich gegenwärtige Handlung dabei nicht selten schon fast stark in den Hintergrund. Unterm Strich ist die Story auch soweit logisch und auch für jeden Filmfreak welcher sich über voraussichtlichen Ausgang Gedanken macht, sicherlich auch nicht unvorhersehbar. Wer jedoch ohne groß nachzudenken sich vom Film und dem gezeigten Handlungen leiten lassen möchte, den erwartet auf jeden Fall ein im wahrsten Sinne des Wortes schön ausgeschmücktes Finale.

Ein absolutes Rätsel ist mir in diesem Fall die Altersfreigabe, da diese locker um eine Stufe nach unten gerückt hätte werden können. Blut gibt es so gut wie gar nicht zu sehen, ebenso wenig wie etwaige Gewalttaten oder ähnliches. Auch die Action sucht man meist ein wenig vergebens. Bleibt natürlich die Frage was den Film dann überhaupt noch Sehenswert machen soll? Vielleicht ein nicht allzu großer Anspruch, gepaart mit etwas Neugier über den Ausgang und die durchaus gut agierenden Darsteller.

Diese machen nämlich durchweg eine gute Figur. Billy Zane, ebenso wie natürlich Dennis Hopper teilen sich dabei wohl die größte entgegengebrachte Aufmerksamkeit. Für optische sorgt hierbei Tricia Helfer. Zwar ist wohl auch keine der Leistungen wirklich Oscar-Verdächtig, passen sich aber dem gesamten Niveau des Filmes gut an.

Im Endeffekt ist „Memory“ sicherlich kein Film den man unbedingt gesehen haben muss, reicht aber allemal für einen kurzen Filmeabend. Ein Film der schnell gesehen und wohl leider auch wieder vergessen sein wird – aber nen kurzen Blick ist er durchaus wert.

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