Review

Dumb Who?!


Nach einiger Zeit Pause vom Barbaren-Subgenre, vielleicht als Erholung von solchen Perlen wie „Deathstalker“ oder gar „Barbarian Queen“, ging meine Reise durch das Schwert-und-Zauberei-Ödland nun mit „The Warrior & The Sorceress“ weiter, der es sich scheinbar zur Hauptaufgabe gemacht hat, bei möglichst vielen Hits abzupausen, diese in einen lauwarmen Trashtopf zu werfen, dann deren Inspiration frech zu verschweigen und am Ende an keine der Vorlagen auch nur ansatzweise heranzureichen. In der wohl bizarrsten aller „Yojimbo“-Varianten gerät ein einsamer Krieger (David „Kung Fu“ Carradine wie immer im chilligsten & coolsten Autopilot seiner Zeit!) in einer fernen Wüstenwelt zwischen die kriegerischen Querelen zweier Warlords im Kampf um den einzigen Brunnen weit und breit... Mittendrin eine pralle Zauberin mit Textilallergie im oberen Teil ihres Körpers! 

Ein wenig „Stars Wars“, viel „Conan“, den genannten Kurasawa-Klassiker als Grundlage, einen Schuss Thunderdome-Flair, viel nackte Haut und obendrauf sogar noch eine vierbusige (!!!!) Stripperin - „The Warrior & The Sorceress“ ist beileibe kein Qualitätswerk, aber böse kann man diesem filmischen Tölpel auch kaum sein. Die Mädels sind zeigefreudig, Carradine zieht seine gewohnt einsilbige Art zwar wie immer durch, wirkt als Barbarenkrieger allerdings frischer und spezieller als einige seiner breiter gebauten Kollegen. Zudem sind viele Szenen und Dialoge derart tapsig und mies, dass man sich gar nicht mehr so sicher ist, ob das denn alles wirklich ernst und augenzwinkerlos gemeint war. Die Kulissen sind monoton, gehen aber klar, Maria Socas ist knackiger als drei Walnüsse und die gezeigte Welt und seine Führenden durchdringt eine einmalige Sleazigkeit, an der man mit Bier und in der richtigen Umgebung, selbst mit deutscher Synchro, durchaus Gefallen finden kann. Dennoch ist das natürlich objektiv gesehen eine Fantasy-Gurke, die niemanden über 10 vom Hocker haut. Nur das Poster ist wie bei vielen Werken seiner Art mal wieder obergeil. 

Fazit: ein Konglomerat der Klauerei. Und doch irgendwie nicht total ohne Schau- und Unterhaltungswert oder Daseinsberechtigung. Allein wegen dem massiven Brustanteil und seiner schleimig-trashigen Atmo. Und dem von Natur aus überlegenen Carradine natürlich - selbst wenn der wie immer seinen ganz eigenen (leicht bekifften?!) Stiefel runterspielt... Meh mit Schmunzeln. 

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