Review

Story:
Leonard Shelby will den Mörder seiner Frau finden. Doch das ist leichter gesagt als getan. Bei dem Überfall auf seine Frau wurde er von dem Übeltäter gegen einen Spiegel geschlagen. Von da an ist er ein Mann ohne Gedächtnis. Seit dem Tod seiner Frau kann er keine Erinnerungen mehr speichern. Was er gemacht hat, wen er kennt oder wo er ist...wenn er sich keine Notizen macht, vergisst er alles innerhalb weniger Minuten. Auf der Suche nach dem Mörder lässt er sich alle wichtigen Dinge auf den Körper tätowieren. Wichtige Personen oder Standorte fotografiert er und macht sich dazu Notizen. Bei seiner Suche helfen ihm Teddy und Natalie. Doch Lenny kann sich nicht sicher sein, ob die beiden das sind, was sie vorgeben.

Memento hat alles was ein guter Thriller benötigt. Er hat ein Opfer, sich merkwürdig verhaltene Figuren, Spannung bzw. Atmosphäre und eine grandiose Handlung.
Natürlich kennt man so eine Handlung schon von zehn anderen Thrillern, wäre da aber nicht der Zustand der Hauptperson und der Ablauf des Filmes. Denn je mehr Tatsachen und Fakten aufgedeckt werden, umso spannender und unklarer wird der ganze Film. Denn Christopher Nolan dreht den ganzen Film um. Das heißt, das Memento mit dem Ende anfängt und dann praktisch bis zum Anfang abläuft. Und sowas hat man bis jetzt noch in keinem Film gesehen. Hier wird gezeigt wie sich alles entwickelt hat. In vielen anderen Thrillern wird sowas nur kurz am Ende bei der Auflösung erwähnt, doch hier ist alles ausfürlich und detailliert gezeigt.
Auch an die ganz kleinen Sachen wurde gedacht, wie z.B. in der Szene, in der Leonard das Hotel betreten will und die Tür drückt anstatt sie zu ziehen. Er hat es ja vergessen.

Nacheinander werden die verschiedenen Kapitel gezeigt und hängen sich so von Szene zu Szene zusammen. Obwohl eigentlich schon am Anfang verraten wird, wer der Mörder ist, kommt es immer wieder zu spannenden Momenten. Vor allem das Ende ist der Höhepunkt des ganzen Filmes.
Denn da bekommt man ganz andere Fakten auf den Tisch gelegt mit denen wohl niemand gerechnet hätte. Von da an betrachtet man den Film von einem ganz anderen Aspekt.

Je länger der Film geht, desto mehr wird der Zuschauer in Details und Fakten verstrickt. Dabei kann es ihm Verlaufe schon zu ein paar Unklarheiten kommen. Da kommt einem schonmal das Bedürfnis sich den Film sofort nochmal anzugucken, um ihn zu verstehen. Aber ohnehin sollte man sich den Film noch einige Male ansehen.

Der Film protzt auch noch mit vielen witzigen Einlagen, die dem Film dann noch etwas Flair verleihen. In der Szene, wo Leonard verfolgt wird, oder wo er in dem Badezimmer mit einer Weinflasche in der Hand auf jemand wartet (Kenner wissen was ich meine).

Die Darsteller geben dem Film dann noch Atmosphäre. Guy Pearce, der auch schon in L.A. Confidential eine gute Figur machte, spielt hier wirklich beeindruckend. In seiner Rolle wirkt er absolut glaubhaft und man kann sich nach und nach richtig in seine Lage versetzen.
Aber auch Carrie Ann Moss und Joe Pantoliano geben hier ihr bestes. Besonders Joe konnte mich richtig überzeugen, da er aus den Szenen so viel rausholt wie möglich. Auch immer wieder unfreiwillig komisch agiert er von Szene zu Szene.

Fazit:
Mit Memento präsentierte uns Christopher Nolan einen der einfallsreichsten und besten Filme 2002 überhaupt. Ein wahres Meisterwerk, dass durch seine Darsteller und den genialen Plot voll und ganz überzeugen kann.

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