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Hier ist er, der abgefahrenste, spannendste und genialste Thriller der letzten Jahre. Überraschender als "6th Sense", "Fight Club", "Sieben", "American Psycho" oder welchem Thriller dieses Attribut in letzter Zeit sonst noch zugeschrieben wurde. Die Art wie einem der Verlust des Kurz-Zeit-Gedächnis näher gebracht wird, ist schlichtweg genial und offenbart einem von Szene zu Szene eine unvorstellbar gelungene Handlungskonstruktion. Das nicht immer alles 100% logisch erscheint, ist zu verkraften und stört wirklich nur die, die eigentlich nie wirklich Spaß an Filmen haben. Bei einer derart verzwickten Situation lassen sich ein, zwei Ungereimtheiten vermutlich nicht vermeiden.

Das Menschen, die einfach schon verdammt viele Filme gesehen haben - ich zähl mich mal dazu - die eine oder andere Szene vorhersehen, oder zumindest vermuten können, läßt sich auch nicht verhindern. Das ganze Rätsel kann man trotzdem erst zum Schluß hin entschlüsseln, alles davor wäre pures Glück und nicht nachvollziehbar. Ganz so einfach wie bei "Fight Club" oder "6th Sense" wird es hier also keinem gemacht.
Da man solche Filme meist wesentlich kritischer betrachtet, erscheint einem vielleicht das Ende ein Quentchen zu viel konstruiert. Aber allein wie gekonnt der Handlungsablauf auf den Kopf gestellt wurde, rechtfertigt die volle Punktzahl.
Auch die Tatsache, daß der Film im Moment Platz 9 der IMDB Charts belegt sollte jedem Zuschauer, der sich für knapp 2 Stunden auf die Geschichte konzentrieren kann, restlos überzeugen dieses Meisterwerk zu sehen und zu vergöttern.
Unnötig zu erwähnen, das Schauspieler, Regie, Kamera, Musik und vor allem der Schnitt alle erste Sahne sind.

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