“Wellman . . . Wellman was enthusiastic. He had his day’s work in his mind when he walked on the set in the morning. He would talk to the cameraman, they lit it. Everything was preplanned, and there was no room for discussion whatever. He didn’t do a lot of takes, you did it his way and that was it. He knew what he wanted and he would go and get it. I had a scene where I was supposed to break down and cry in front of the other men. I wanted my character to be silent in the interior of the plane, but Wellman said he wanted me to scream it out. In the rehearsal I did it my way, but he made me scream it out anyway. Neither Ford nor Wellman was a cinch to work for, but I can only tip my hat to Duke. He wasn’t like what he was on the screen. On-screen, he was a strong, strong American leading man, [but] I always remember him sitting at Oliver Hardy’s feet, in awe of a star that he didn’t consider himself to be on the same level with.“
“I never had a more difficult location in my life. There were five actors working in fourteen feet of snow in Donner Pass and Donner Lake. And the only way everybody could get from the hotel five miles away to the location was a Greyhound bus. We parked on the side of the road and then a Snowcat that held about twenty-five people took us to the location. Cast, crew, electricians, everybody. They would drop us off in the snow about a quarter to eight in the morning and pick us up about five or 5:15 in the afternoon, when the light would start to fade. We didn’t even have chairs, because where are you going to put chairs in fourteen feet of snow? So mostly we stood up for a dozen hours. For meals, the Snowcat would take us back to the Greyhound bus, where we ate.”
~ James Lydon
Erster Teil einer Vertragserfüllung zwischen der frisch gegründeten Wayne-Fellows, bestehend aus John Wayne und Robert Fellows, mit Warner Bros, ein durchaus ambitionierter Geschäftsdeal, der ganze acht Filme innerhalb 36 Monaten beinhalten sollte, zur Hälfte davon mit Wayne selber besetzt, zur Hälfte nur als Produzent tätig; Hondo entsprang bspw. auch diesem Geschäft. Das letzte Signal dabei als Fingerübung und Vorwegnahme des weitaus üppigeren, in Überlange gehaltenen Es wird immer wieder Tag (1954), ein Flugzeugkatastrophendrama um eine Passagiermaschine auf dem Weg von Hawaii nach San Francisco, die zwischendurch in arge Probleme gerät. Hier wie dort ist mit William Wellman der gleiche Regisseur an Bord, Wellman extra von Wayne für seine Effizienz ausgewählt, dazu einige Bekannte aus den Western zuvor und danach, eine familiäre Umgebung:
Pilot John Dooley [ John Wayne ] und die Besatzung eines Douglas C-47 Skytrain aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs erleben eisige Bedingungen und sind gezwungen, eine Notlandung auf einem zugefrorenen See in den unerforschten Wildnis nahe der Grenze zwischen Quebec und Labrador durchzuführen. Dooley ist ein ehemaliger Linienpilot, der zum Transport von Kriegsgütern über die nördliche Route nach England verpflichtet wurde. Weit entfernt von besiedeltem Land können die Überlebenden den Rettern nur eine ungefähre Position liefern.
Dankend für den Zuschauer ist man hier gut eine Dreiviertelstunde kürzer angelegt, eine Romanadaption (wie auch dort) nach Ernest Kellogg Gann, einem speziell für seine 'Fliegerromane' bekannt gewordenen Autor (hierbei auch technischer Berater), der gleich mehrfach auch verfilmt wurde, Treffpunkt Hongkong (1955), Bezwinger des Todes (1964), Bruchlandung im Paradies (1980), zuletzt mit Der Flieger a.k.a. Absturz in der Wildnis (1985). Eine Geschichte über Berufspiloten, einen Vorstoß in eine andere Welt, die im Himmel, die über den Wolken, eine Würdigung extra der Berufsgruppe, vorgestellt durch einen Erzähler, gleich mit einem halben Dutzend Personen eingeleitet, der Crew. Eigentlich Verkehrspiloten, für den Krieg aber verpflichtet und eingezogen, halbe Soldaten, halbe Zivilisten, eine besondere Spezies Mensch, so lässt es uns der Erzähler wissen. Wayne hier dabei sichtlich als Führer, als Befehlshaber, als Kommandant, schnell die ersten barschen Töne, die knappen und schnellen Dialoge, der Zugriff auf die Mannschaft. “Island in the Sky“ hiess die Originalgeschichte, hier in s/w gehalten, ein Loch in den Wolken gesucht, man kommt von Grönland, man muss sparsam sein mit dem Sprit; das wird uns alles erzählt, den Voice Over hätte man lassen können, er wird irgendwann nervig, es wirkt wie ein Hörspiel, nicht wie ein Film.
“Dooley rubbed the gray stubble on his chin and stared into the evening. His heavy, sharp-cut face, Chinese red from the glow behind the overcast, made no secret of the disgust that filled his being. “I don’t like,” he mumbled in a leathery voice, “the look of that there God damned cloud bank.” Dooley always referred to things as “that there”—it pleased him immensely. It was an exact impression, something you could depend upon, something everyone in Dooley’s vast experience had always been able to understand. He looked down 10,000 feet to the placid waters of Davis Strait. For a moment, the deep-cut lines about his mouth ceased to look like spokes around a wagon wheel. “I don’t like the look of it,” he repeated to the world aloft in general, and then his attention returned to the cloud bank straight ahead. His eyes shifted and sought out the temperature gauge on the crowded instrument panel. The narrow pointer on the needle indicated precisely 20 degrees above zero. Dooley lolled back in his seat and alternately rubbed his miserably chapped lips and the shock of gray hair that stood defiantly forward from the top of his head. He was tired. His eyes burned and his legs ached. His stomach, a recent host to a quantity of canned meat, felt as if it belonged to some other person. His tongue was dry. He placed an oxygen mask over his face for a moment, breathed deeply, and stared again at the cloud bank ahead. His lungs temporarily satisfied, he placed the mask carefully upon his knee and spoke to the young man at his side. “We are going to pick up some ice.” He said it thoughtfully and very quietly. He seemed not to care. There was no twinkle in his blue eyes. Dooley had to think—and think swiftly too, as swiftly as his passage through the upper atmosphere. He had to balance things, many things, one against the other. He had to work into nice juxtaposition a series of related facts that were constantly at odds with each other. In addition, they were facts that grew and changed with rapidity. Failure on Dooley’s part to compromise with them would result in disaster.“
Man weiß an Bord nicht genau, wo man ist, man sieht das schlechte Wetter, keine Sterne und kein Funk, man hat das Ziel verfehlt, man sendet blind, man rast durch eine Dunstglocke, außerdem droht Vereisung, und man wird ordentlich durchgeschüttelt. Man ist in der Patsche, das weiß man beizeiten, es geht rapide, man bewahrt die Ruhe, in der Luft und am Boden, ein heroisches Gebaren, Angst nein, ein ungutes Gefühl schon. “Die Kiste wird wie ein Klavier landen, dass man aus dem fünften Stock wirft.“ heißt es hier, so fühlt es sich auch an, es wird beizeiten ordentlich auf der Klaviatur der Dramatik gespielt, die Dramaturgie angezogen. Eine Art kontrollierter Absturz, ordentlich effektiv gefilmt, mehr aus dem Cockpit heraus als aus der Außen-, der Vogelperspektive, die Tricktechnik aber auch effizient; dafür wird an Bord erstmal über einen Suchtrupp diskutiert.
“Großartiges Nachrichtensystem“ heißt es in der Leitzentrale, viele Flieger unterwegs oder unabkömmlich, es werden auch andere Situationen gezeigt, ein Ausblick auf die Außenwelt, die Reaktionen der anderen Kollegen, “irgendwo im Norden“ wird die Expedition angefangen, man blickt auf die Wartenden im riesigen Niemandsland, man geht die Rationen durch, man bekämpft die Kälte, man macht sich Gedanken um die Eigendynamik, um den Gruppenraum in der Einöde der Arktis, es wird viel gebetet, immerhin ist das Tempo hier schneller, und wird nicht so auf Melodramatisch und Theatralisch gespielt, auch die Farblosigkeit des Geschehens wirkt eher.
Eine Slapsticksequenz gibt es in beiden Werken, es wirkt in beiden Fällen erzwungen, ein krampfhafter Humorversuch, vielleicht um die übertriebene Ernsthaftigkeit aufzulockern; in beiden Fällen ein Scheitern, ein Misston in der Inszenierung. Dabei wirkt man hier ansonsten reeller, nicht gleich dokumentarisch, davon ist man weit entfernt, aber die Bilder sind klarer und schärfer, bei “40 unter Null“, wo “man die Stille beinahe hören kann“, ein Überlebensdrama in der Akzeptanz, Das letzte Signal an die Gesellschaft. Eine unerforschte Gegend, kein Getier, keine Einwohner, für sechs Tage reichen die Vorräte, es werden unterschiedliche Auffassungen und Charakter und Charakterlose gereicht, manche wollen den üblichen Instanzenweg gehen; dazu Rückblenden und andere Formen von Erinnerungen, plus Versuche der Kontaktaufnahme und der Peilung.
Von den Darstellern verblassen die Meisten ziemlich neben Wayne, Arness sticht (neben Devine) noch heraus, ein Protegé und enger Freund von ihm, herausstechend und herausfordernd ansonsten noch die Flug- und Landschaftsaufnahmen, als technisches Spektakel beeindruckend, die Dreharbeiten überliefert anstrengend und schwierig; die Kälte durchaus spürbar, zwischendurch ein Schneesturm, das Ganze in die Länge ziehend. Der Wahnsinn des Kampfes um Leben und Überleben wird dabei durchaus in Augenschein genommen, das Stehen kurz vor dem Aufgeben, die Gedanken an bessere Zeiten, an die Heimat vor allem, an allem anderen; die Hoffnung mit der Realität gespiegelt, “Viel kälter kann es nicht mehr werden.“, als Stummfilm oder in einzigen und einzelnen Standbilder wäre man überzeugender, ansonsten funktioniert eher das Abwiegen und Nachfragen im Hauptquartier, viel Unwahrscheinlichkeiten, viel Vermutungen, nichts Genaues weiß man nicht.