Der Campverwalter Crospy ist nicht gerade beliebt bei den Kids, da er für seine sadistische Art bekannt ist. Eines Nachts wollen sich vier Jungs an ihm rächen, doch statt ihn nur zu erschrecken, verbrennt Crospy grausam vor deren Augen. Nach fünf Jahren Krankenhaus wird der deformierte Mann wieder entlassen, erfüllt von Hassgefühlen. Camp Blackfoot ist mittlerweile Vergangenheit und dient anderen Camps als Grusel-Lagerfeuer-Geschichte. Womit in dem benachbarten Camp keiner gerechnet hat, ist, dass Crospy blutige Rache für sein zerstörtes Leben nimmt. Natürlich seilen sich hier und da liebestolle Pärchen in den dunklen Wald ab und sind somit ein gefundenes Fressen, doch auch der Killer ist nicht ganz untätig, sondern versteht es, die Gruppe clever zu trennen. Das anfängliche Geplänkel der Teenies untereinander ist unterhaltsam, fast schon parodistisch spielen die Darsteller Halbwüchsige mit all ihren pubertären Problemchen. Da gibt es den rüpelhaften Glazer, der mit seiner hübschen Freundin nicht vorankommt oder Alfred, auf dem immer wieder herumgehackt wird, was seine Spannereien nicht viel besser machen. Die beiden Betreuer sind praktischerweise auch ein Pärchen, insgesamt ist dieses bis zur Hälfte zwar nicht spannend (abgesehen von der üblen Verbrennung am Anfang), aber für Slasher aus der Zeit überdurchschnittlich und nicht durchgehend sinnlos. Die zweite Hälfte bietet alles, was ein solider Schlitzerfilm braucht. Die SFX von Tom Savini können durchgehend überzeugen, blutig und deftig geht es zu, da bieten die meisten anderen Campslasher weniger für die Gorefraktion. Die Atmosphäre ist immer wieder mal unberechenbar, Schockfakes wechseln mit echten Attacken, bei denen der vielfältige Gebrauch einer Heckenschere eindrucksvoll vorgeführt wird. In diesem Fall ist es von Vorteil, das brandvernarbte Gesicht erst am Schluss zu zeigen, um der Fantasie nicht vorzugreifen. Richtig atmosphärisch wird es erst beim Finale, ansonsten muss man sich mit Teenie-Camp-Stimmung begnügen. Innovatives gibt es auch kaum, mal abgesehen von den kreativen Killings. Fans von "Freitag Der 13." und ähnlichem sollten sich "Brennende Rache" nicht entgehen lassen.
Fazit: Einer der klar besseren Camper-Slasher. 7/10 Punkten