Review

Als etwas unbekanntere Reaktion auf Freitag der 13. (welcher eine Reaktion auf Halloween war) entstand dieser Schlitzer - Schocker Anfang der 80er Jahre. Die Kopie an Sean S. Cunninghams Werk ist so dermaßen dreist, dass es schon gar nicht mehr auffällt – sogar die Vorwandsstory für die Schlachterei zeigt sich eindeutig am Vorwerk am Crystal Lake orientiert:

Ein Jugendcamp in irgend einem Wald und an irgend einem Fluss:
Jugendliche wollen sich mit einem üblen Scherz an dem sadistischen Aufseher Cropsy rächen. Aus dem kleinen Streich wird jedoch ein flammendes Inferno, bei dem der Mann bis zur Unkenntlichkeit verbrannt wird – doch er überlebt im Krankenhaus und kommt nach mehreren Jahren wieder frei. Nun hat er sich logischerweise vorgenommen, aus Rache alle abzumurksen, denen er begegnet – und was muss ich noch mehr erzählen, so kehrt Cropsy mit einer Heckenschere bewaffnet ins alte Camp zurück, wo nun neue junge Hohlbirnen schon auf der Schlachtbank stehen, und schwupps geht der ganze Meuchelzirkus von vorne los...

Bleibt nicht viel dazu zu sagen. Wer auf die Freitagfilme steht und von diesem Streifen erst jüngst erfuhr (jawoll, der Paragraph 131 ist so schöne Werbung) kann gewissenlos zuschlagen. Die Opfer sind die gleichen, der Schauplatz ist der gleiche, und auch die Splattereffekte bewegen sich auf ähnlichem Niveau wie bei den Freitagfilmen. Für den Mörder typisch ist eine grobe Heckenschere, mit der deutlich sichtbar Finger abgetrennt werden, Köpfe und Kehlen aufgeschlitzt werden und so weiter und so fort, das handelsübliche Metzelprogramm der 80er Jahre wird hier eisenhart runtergespult. Einziger Unterschied zu Serien wie Freitag der 13.: es wurde keine Serie daraus gemacht – warum nicht? Keine Ahnung, ist auch nicht nötig, da es von dieser Sorte genug Streifen gibt. Der Unterhaltungswert geht bei „The Burning“ echt in Ordnung, der Gorefaktor ist annehmbar und der Bösewicht kann sich auch sehen lassen, weswegen man keine schlechtere Note geben kann als bei anderswo vergleichbarem. Grundsolide Horrorunterhaltung mit üblichen Frisuren. Besonderheiten gibt es kaum, nur einen gut gewählten Finaleschauplatz, eine kleine Überraschung zum Ende hin und minimal differenzierte Charaktere.
Für Fans und Genreliebhaber allemal sehenswert, auch wenn man (wie meistens) die Beschlagnahmung absolut nicht ernst nehmen sollte.

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