Ein paar Jugendliche spielen dem gehassten Verwalter eines Camps einen Streich, der übler ausfällt als gedacht und mit schlimmsten Verbrennungen beim Opfers endet. Jahre später kehrt der entstellte Verwalter zum Ort des Geschehens zurück, um sich an den Campern mit Hilfe seines Gartengerätes zu rächen.
Camp-Slasher-Filme sind immer so eine Sache, denn durch die "Freitag der 13."-Teile wurde dieses Subgenre eigentlich komplett ausgeschlachtet. Auch "Brennende Rache" bringt keine neuen Erkenntnisse.
Die Geschichte ist einfach gehalten, aber das gehört zu einem Slasher, denn wer will schon lange mit ausgeklügelten Plots das Hirn zum Rattern bringen, wenn im Endeffekt nur der Body Count zählt?
Nach dem Schildern des Grundes für die Rachegelüste des Killers in Form eines Rückblickes, bei dem durch das unnatürliche Verhalten des Verwalters unfreiwillige Komik aufkommt, wird Zeit mit etwas Geplänkel gefüllt bis es zu derberen Blutereien kommt.
Die Figuren erfüllen die üblichen Teenagerklischees, sprich es geht in den Gesprächen und Handlungen hauptsächlich um das Interesse am anderen Geschlecht oder um Herumalbereien und vom Muskelprotz über den Außenseiter und die vernünftige Schönheit bis hin zum mutigen Gruppenleiter mit Anbandlungstendenzen zur Kollegin sind die üblichen Verdächtigen vertreten und geben somit ordentliche Opfer ab.
Für die Effekte ist kein geringerer als Tom Savini verantwortlich, wobei ich von seinem Werk in diesem Streifen etwas enttäuscht bin, denn ein richtiger Wow-Moment wie z.b. bei "Freitag der 13.", "Maniac" oder "Zombie" ist nicht vorhanden, was vielleicht daran liegt, dass sich der brennende Rächer bei der Wahl seines Arbeitsutensils auf die Heckenschere beschränkt, die außer pieksen und schneiden keine Variationen bei der Opferbearbeitung ermöglicht. Schlecht sind die Effekte nicht, aber richtig überzeugend dann auch wieder nicht.
Spannung oder Athmosphäre erzeugt der Film nur in wenigen Momenten, denn anfangs setzt man auf mäßige Schockmomente, in denen im Endeffekt für die Protagonisten nichts mit lebensbeeinträchtigenden Auswirkungen geschieht und bei den späteren Gewalttaten ist der Wüterrich nicht präsent genug (er kommt ins Bild, führt seine Tat aus und ist dann wieder verschwunden). Der Showdown ist für meinen Geschmack ebenfalls zu langatmig geraten und hätte mehr Dramatik vertragen können.
Insgesamt bin ich von diesem Campfilmchen enttäuscht, denn dafür, dass der Filmtitel häufig fällt, wenns um Slasher geht und Tom Savini die Effekte kreiert hat, ist es ein unspektakuläres Standartwerk ohne große Überraschungen. Ich greife dann doch lieber zum x-ten Mal zu Jasons oder Angelas Beiträgen.