Review

“Every morning, when he would be hung over, he would have a screaming fit. He’d yell at somebody until he got hoarse. He would pick on some technical point, and he was always right.

John Wayne would talk so sensibly, while Ward Bond was just an oversimplifying bully. John Wayne, I feel, was a reactionary for all sorts of non-reactionary reasons. He would always say such sensible human things; he was so quick about everything, mentally as well as physically.

He hates all kinds of hypocrisy and folderol. He’s a terribly honest man, and that comes across on the screen, underlined by the kind of parts he plays. One of his first mottos, I think, is always to be the hero to the people around you. Wayne has a leadership quality, so that people revere him.

~ Geraldine Page

Für einen relativ klein angesehenen Film, der Hondo zur Zeit der Entstehung noch war, war es eine relativ schwierige Produktion, die mit geographischen Schwierigkeiten ebenso zu kämpfen hatte wie mit einer neu eingeführten, allerdings fast schon wieder abgeschriebenen Technik, und den Problemen gerade des Kameramanns damit, zudem mit einigen Individuen und einer Hitzewelle, die nicht nur dem gesamten Drehteam zusetzte, sondern auch dem zweiten Hauptdarsteller, dem Vierbeiner, dem Tier. (Der Hund wurde im Übrigen von Lassie gespielt, welcher auch zwischenzeitlich von einigen Anwohnern gekidnappt wurde und erst gegen Lösegeld wieder freigelassen.) Heute ist der Film ein Klassiker, der auch Nachfolger nach sich zog, in Form einer Fernsehserie zum Beispiel, damals nur ein Ärgernis für Wayne, welcher zusätzlich noch private Sorgen in Form einer Scheidung hatte und Ärger mit mangelnder Unterstützung durch Jack Warner (von Warner Brothers) und Co.:

Die Siedlerin Angie Lowe [ Geraldine Page ] und ihr sechsjähriger Sohn Johnny [ Lee Aaker ] leben außerhalb der Zivilisation in unmittelbarer Nähe des Gebietes der Apachen. Eines Tages kommt der Soldat Hondo Lane [ John Wayne ] mit seinem Hund an, Hondo trägt nur seine Kleidung am Mann, die Satteltaschen und sein Gewehr. Er ritt für die US-Armee-Kavallerie, hatte eine Begegnung mit amerikanischen Ureinwohnern und verlor sein Pferd. Hondo bietet an, eine Weile zu arbeiten, um ein Pferd zu verdienen, und Angie stimmt zu.

Basierend auf einer Geschichte von Louis L’Amour, "The Gift of Cochise", im Wesentlichen aufpoliert von James Edward Grant, der entscheidende Verbesserungen einführte, geschossen in der 3-D Technik, die eine Beweglichkeit aufgrund der Größe und Schwere des Equipments verhinderte, gedreht im Hochsommer '53 in Mexiko jenseits der Zivilisation. Die Probleme sieht man dem (kurzen) Film erstmal nicht an, die Hitze schon, die Dürre, die glühende Sonne, dazu gibt es eine Vorstellung, ein Mann ohne Pferd, ein junger, schlanker Wayne (“I was physically and mentally at my best when I was 45.”), ein knurrender Hund, mehr Durst als Hunger. Der Mann zu Besuch, er ist selbstständig, er braucht niemanden, zumindest redet er so, handeln tut er anders, er lässt sich Wasser und zu Essen reichen, er gibt eine Lektion, vom Erwachsenen zum Heranwachsenden, von Mann zur Frau, dann reitet er wieder mit einem neuen Pferd fort.

Wayne hier als Ikone, als so was wie Mein großer Freund Shane (1953), als Inbegriff des Westerns, die Dialoge geschliffen und geschärft, die Bedrohung erst verbal, aber deutlich. Frieden wurde ausgesprochen, aber gebrochen, Lügen wurden geboten, Anspielungen ignoriert. Erst ein Zwei-Personen-Stück, ein Kammerspiel vor der Kulisse einer Farm, mit geladenen und ungeladenen Revolvern, mit vielen Wendungen, in prächtiger Natur. Es wird kurz in Erinnerungen geschwelgt, in Emotionen gebadet, dichterisch gesprochen, dem Vorherigen widersprochen, sich etwas im Kreise gedreht, mit Kitsch gespielt, dem Hund während der Drehpausen aufgrund des kochenden Bodens die Pfoten als Schutz umwickelt.

Die Apachen sind auf Feldzug hier, haben sich zum Krieg aufgemacht, die Weißen haben angefangen, das ändert letztlich nicht am vielmaligen Tod. Kämpfe werden eher angedeutet als gezeigt, Montagen geboten, der Film wird breiter und voluminöser, es geht um Ureinwohner, um Soldaten, Revolverhelden und normale Bürger. Die meisten Leute sind verdreckt und verschwitzt, grob in den Manieren, einfach gestrickt, natürlich eine Barprügelei, die erste Aktionszene. Dazwischen wird eine zweite Ebene geboten, mehrere Perspektiven gezeigt, mehrere Charakteristika, auch eine Erzählung über Völkerverständigung und Rassismus, ein wenig schnell in den Übergängen, in den narrativen Sprüngen, gleiche Orte als verschiedene ausgegeben.

Starke Geschlechter und schwache Gemüter, Angriffe von vorn und aus dem Hinterhalt, Attacken mit Messer und Pfeil und Bogen, dazu auch mit dem gespannten Colt. Reitkünste, Schießkünste, Verfolgung, zuweilen ruppige Stunts, allerhand wird hier geboten, Feindesgebiet von allen Seiten. Das ist durchaus grobes Gebaren, natürlich nicht so sehr wie bspw. Duell in Diablo (1966), aber schon die Vorwegnahme, 15 Jahre vorher, auch hier zum Kampf auf Leben und Tod bereit, dieser selber mangels Budget aber (bis zum wilden Showdown und dem Leichenberg dort) kaum gezeigt. Es wird gefoltert oder zumindest angedeutet, unbarmherzig ein Duell ausgefochten, mit dem Hund aus sicherer Distanz, schlauerweise bloß in Beobachtung. Die Regie ist dabei hemdsärmelig anmutend, aber fokussiert, etwas unsicher zwischen Idylle und Gewalt mäandernd, nach einem besonders erschütternden Akt der Brutalität dann plötzlich mit Humor und einer Schmonzette hantierend. Küsse unterm Weidenbaum in mondbeleuchteter Nacht, dann kommt die Kavallerie, mit einem Leutnant frisch von West Point, dazu bittere Realität und böse Wahrheiten.















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