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Lange haben die Fans drauf gewartet. Alexandre Ajas neuster Film "The Hills have Eyes" erblickt endlich das Licht der deutschen Kinoleinwände.

Story: Bob Carter und seine Frau Ethel wollen ihren Hochzeitstag in Kalifornien feiern. Mit der ganzen Familie fahren sie in einem Wohnwagen durch eine Wüste um ihr Ziel zu erreichen. An einer Tankstelle bekommen sie vom Tankwart einen Tipp für eine Abkürzung die ihnen 2 Fahrstunden sparen soll. Danken nehmen sie an, unwissend das es eine Fahrt direkt in die Hölle ist. Denn die Carters sind nicht allein: Durch Atomtests degenerierte Menschen leben in den Hügeln der Wüste und trachten nach den Leben der Familie...

Nach dem erfolgreichen und umjubelten "High Tension" sind die Erwartungen an Alexandre Ajas neusten Werk natürlich immens hoch. Kann es Aja schaffen an seinen genialen Film anzuknüpfen. Ich persönlich kann die Frage kurz und knapp beantworten: Ja er kann. Und wie!

Während Wes Cravens Originalfilm in meinen Augen doch eher durchschnittlich ist, ist Ajas Remake ein kleines Meisterwerk geworden. Spannender, Atmosphärischer und vor allen Dingen wesentlich intensiver und brutaler.

Denn was Alexandre Aja in Punkto Gewalt vom Stapel lässt, ist kaum in Worte zu fassen. Der Film dreht die Gewaltschraube mächtig nach oben und lässt sogar Filme wie "The Devils Rejects" und sogar "Hostel" alt aussehen. Den wie schon in "High Tension" hält Aja umbarmherzig auf die Gewaltszenen drauf: Da schießt sich der Tankwart selbst mit einer Schrottflinte den Kopf weg, wird Vater Bob an einen Baum gebunden und angezündet und wie die Mutanten ausgemerzt werden will ich an dieser Stelle mal nicht verraten. Brutal. Roh und kompromisslos. Das die FSK in ihn dieser Fassung freigeben hat, find ich schon erstaunlich. Aber mal sehen was sie zur angekündigten Unrated Fassung sagen wird. Wenn sie den nach Deutschland kommen sollte, woran ich allerdings nicht so wirklich dran glaube.

Abgesehen von der extremen Gewalt hat der Film eine unglaublich intensive Atmosphäre. Ganz langsam. Schritt für Schritt baut sich eine Atmosphäre auf, die ich selten im Kino erlebt habe. Einen großen Teil dazu trägt auch der kongeniale Score des Filmes bei. Ein weiterer Pluspunkt für den Film waren auch die tollen Masken der Mutanten. Eine wirklich tolle Leistung der Maskenbildner.

Hauptdarsteller Aaron Stanford legte eine wirklich gute Leistung an den Tag und auch die Performances des restlichen Casts war für eine solche Produktion erstaunlich gut. Stark war z.B. auch das Spiel von "Lost" Aktrice Emilie de Ravin. Sehr sehr gut.

Mit "The Hills have Eyes" hat Aja einen mehr als würdigen Nachfolger zu "High Tension" vorgelegt und ist in meinen Augen neben Eli Roth auf dem besten Weg ein ganz großer zu werden. A fucking Masterpiece. 10/10 Punkte

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