Aja hat mich mit "The Hills have Eyes" nicht enttäuscht. Obwohl er die Klasse von "High Tension" nicht erreicht, die Geschichte simpel und relativ ausgelutscht ist und der Film auch (zumindest in dieser R-Rated-Fassung) blutärmer als "High Tension" (in der ungeschnittenen Fassung) ist, macht er eine Menge Spaß... Vorausgesetzt natürlich man ist nicht allzu zart besaitet.
Die Gewaltdarstellung ist recht hart und der Spannungsaufbau stimmt auch. Zudem werden die Charaktere schön vorgestellt und man bekommt ein gutes Bild von den Beziehungen zwischen den Menschen. Ein Punkt, der mir beim Original von Craven etwas zu kurz kam.
Nur wenige Mätzchen, vor allem gegen Ende des Films, trüben das Bild eines trockenen Erwachsenen-Horror-Films (bzw. Terrorfilms). So hat mir z.B. die satirisch angehauchte Szene, in der einer der Mutanten die amerikanische National-Hymne singt, überhaupt nicht gefallen. Überhaupt stören die kritischen Untertöne in einigen Szenen die Atmosphäre des Films doch eher, als sie zu stützen. Doch alles in allem macht der Film wenig Fehler und es gibt (fast) keine dämlichen Witzchen oder coole Sprüche.
Fazit:
Man ist, wie schon bei Snyder's "Dawn of the Dead"-Remake, fast dazu geneigt, das Remake als den besseren Film gegenüber dem Original zu nennen. Bei "The Hills have Eyes" bin ich mir da sogar ziemlich sicher.