Jede Inhaltsangabe zu diesem Streifen erübrigt sich: Nach ein paar Minuten weiß man sowieso, was passiert. Der Film leidet unter den gleichen Schwächen wie das Original, nämlich: schlechte Schauspieler (Imprint-Held Billy Drago mal ausgenommen, der allerdings nur kurz Eingeweide knabbert und dann auf unglaublich banale Weise aus dem Film explodiert), vorhersehbare Handlung, verschenkte Möglichkeiten, grenzenlose Langeweile und die übliche Scheu vor Tabubruch.
Die Mutanten sind zwar etwas besser gelungen, aber ein Kurzauftritt von Billy Drago kann Michael Berrymann dann letztlich doch nicht ersetzen. Seien wir mal ehrlich: Das Baby hätte schon in den Mixer oder zumindest auf die Butterstulle eines Mutanten gehört, um den Film auch nur ansatzweise sehenswert zu machen. Was bleibt, sind unsympathische Hauptcharaktere: Ein faschistischer Polizist und seine unerträglich klischeehafte Familie, die so sinnlos durch die Wüste kreuzen, daß sie das blutige Massaker an der eigenen Person geradezu herausfordern. Doch darauf wartet man viel zu lange und letztlich vergeblich: Der Polizist ist in sekundenschnelle abgefackelt, die Frau fällt einem unspektakulären Bauchschuß zum Opfer und die unerträgliche Juppyschwuchtel, die den Zuschauer vom ersten Auftauchen an bis zur Zornesröte anödet, mutiert auch noch zum nichtssagenden Helden der Geschichte, nach dessen gerechter Hinrichtung durch die Mutanten aus Testdorf 3B man sich eine dreiviertel Stunde lang vergeblich sehnt. Dazu kommt noch das unsägliche Geschwisterpaar, das sich auch noch - mit Angelschnur, Autoreifen und Gaskanister - vom Mittagstisch der Mutantenbrut retten kann, um zum Schluß tatsächlich mit dem strahlenden Filmhelden und seiner frisch geretteten Brut glücklich wiedervereint zu werden. Als wäre das noch nicht genug: Die Rettung der Brut gelingt nur durch das Selbstopfer eines wohl einem aus missglückten Disneyfilm entsprungenen Mutantenrotkäppchens, das das Kind nicht nur zweimal aus den Klauen der seltsamen Gary Busey-Imitation namens Lizard rettet, sondern diesen zum Schluß sogar noch mit in den Tod reißt, um unseren Lieblingshelden mit seinem Balg der allseits ersehnten Zerstückelung zu entziehen.
Fazit: Das Original war schon schlecht und die Neuverfilmung verpaßt so gut wie alle Chancen, etwas besser zu machen. Abwechselnd an Mutterbrust und Papagei saugende Mutanten sorgen zwar für momentane Erheiterung, machen aber noch keinen sehenswerten Film: 3 von 10.