Review

Hurra, wieder das Remake eines Filmes, von dem der geneigte Zuschauer erwarten kann, dass es die cineastische Welt um keinen Deut weiterbringt. Denn schon das Original von „The Hills habe Eyes“ war nicht so begnadet, dass es noch einmal aufpoliert werden müsste. Umgekehrt kann man der Vorlage auch nicht vorwerfen, dass sie die Story schlecht umgesetzt hätte und man deshalb die damals vertane Chance nachträglich nutzen müsste. Egal, der Film verspricht blutig zu werden. Das soll Anreiz genug sein. Und zumindest das sein anerkannt – dieser Film ist deutlich gewalttätiger als sein Vorgänger. Zu diesem Pluspunkt gesellt sich die Anerkennung dafür, dass den armen, an den Folgen ihrer Verstrahlung leidenden Wüstenbewohnern mehr Raum und sogar ein gewisses Schuldeingeständnis eingeräumt wird. Das wird schon im Vorspann sehr schön umgesetzt. Parallel werden die Wüstenbewohner und der involvierte Tankwart aktiver in ihrer Gewaltauswirkung. Diesmal ist es kein Zufall, dass das Auto verunglückt. Sondern eine Falle, in die die Familie bewusst hereingeschickt wurde. Das bekommt dem Film auch. Aber das war es dann auch so ziemlich. Mit Ausnahme der Szenen in dem Testdorf, die ich sehr geglückt finde, kopiert der Film herzzerreißend einfallslos die Vorlage. Dabei stellt sich die Frage nach dem Sinn eines solchen Films. Welch einen Grund soll es geben, das Remake und nicht das Original zu sehen, wenn die Story identisch ist? Nur die bessere Tricktechnik kann nicht kompensieren, dass die Wiederauflage eines innovativen Films beim zweiten Versuch eben nicht mehr revolutionär, sondern nur noch stupide ist. Beim zweiten Mal kann dieselbe Story weder verstören oder provozieren. Höchstens den geneigten Zuschauer, der das original kennt und feststellen muss, dass ihm erfolgreich für den gleichen Inhalt noch einmal Geld aus der Tasche gezogen wurde. Der Trick ging auf. Ich erwarte aber mehr, als abgezockt zu werden. 4 Punkte für die Gewalt und die Darstellung der Wüstenbewohner. Mehr ist nicht drin.

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